Bernd G Schleicher

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von Bernd G S. - Sonntag, 8 März 2015, 10:43
Hallo Reinhard,

meine Meinung - die aber unter Kollegen nicht unumstritten ist - ist die, Anschlagdynamik so hart wie von dir gerade noch tollerierbar einstellen.

Es ist einfach so, dass alle über den Anschlag aus dem Keyboard herausholbaren Nuancen nur in der härtesten Einstellung zur Verfügung stehen. Ich denke insbesondere an die artikulierbaren Voices, die bei den verschiedenen Herstellern unterschiedlich heißen.

Mir wird oft vorgehalten, das wäre einem Anfänger nicht zumutbar.

Ich halte dagegen:

1. Einem Klavierspieler bleibt von Anfang an gar keine Wahl.
2. Irgendwann sollte es ein ordentlicher Keyboarder sowieso lernen. Warum also nicht von Anfang an?
3. Durch mehr Druck auf die Tasten wird man gezwungen technisch sauber zu spielen.
4. Es ist reine Gewöhnungssache. Viele Schüler kommen zu mir und hatten bisher die Anschlagdynamik ganz ausgeschaltet. Bekommen am Anfang kaum einen Ton aus dem Gerät. Wenn ich mit der Zeit heimlich die Empfindlichkeit immer höher stelle, merken sie es aber gar nicht.

Ich würde also vorschlagen, es einfach einmal auszuprobieren und nicht gleich aufgeben, wenn es nicht von Anfang an klappt. Muss ja nicht sofort die höchste Stufe sein. Aber als Endziel sollte sie auf jeden Fall stehen.

Beste Grüße
Bernd

von Bernd G S. - Donnerstag, 26 Februar 2015, 17:30
Hallo Thomas,

zunächst einmal vielen Dank für Deine lobenden Worte. Das freut mich sehr!

Zu deiner ersten Frage gehe ich davon aus, dass du in viel zu schnellem Tempo spielst. Geh´die Sache doch ruhig an. Lass´ zunächst den Rhythmus weg. Spiele langsam aber gleichmäßig in einem Tempo, von dem du ausgehst, dass dein Kopf alle Informationen schnell genug verarbeiten kann.

Besonders schwierige Stellen, wie zum Beispiel der Lauf vom hohen c zum tiefen c, inklusive Akkordwechsel - das ist übrigens für die meisten der erste Knackpunkt - gesondert üben. Erst ganz langsam ... im Kopf versuchen das Kommando Akkordwechsel von C auf G7 mit dem Ton g oder dem Finger 2 zusammen zu bringen. Immer und immer wieder widerholen. Irgendwann geht das so in Fleisch und Blut über, dass du nicht mehr daran denken musst.

Was du auf keinen Fall tun solltest ist, über Fehler hinweg spielen. Die Gefahr, dass sich dann Fehler quasi einbrennen ist enorm. Jede Stelle die Probleme bereitet zuerst gesondert bearbeiten. Erst dann alle Teile zu einem Lied zusammenfügen.

Dein Rhythmusgefühl vermag ich alleine aus deinen Schilderungen natürlich nicht zu beurteilen. Allerdings ist meine Erfahrung die, dass man als Anfänger möglichst alles perfekt machen will. Daher versucht man sich quasi auf alles zu konzertrieren. Was natürlich nicht geht. Wenn ich einen Schüler mit scheinbaren Rhythmusproblemen vor mir sitzen habe, versuche ich ihn in aller erster Linie locker zu machen. Ich weiß nicht wie ich das in Worten ausdrücken soll. Ich denke Rhythmus ist nichts was von außen kommt, sondern findet von innen her statt. Das funktioniert aber nur dann, wenn man das, was man mit Rhythmus spielen möchte, ohne Rhythmus sicher kann. Also auch hier ... langsam und geduldig vorarbeiten, und wenn du das Gefühl hast: jetzt könnte es klappen ... einfach versuchen. Es muss ja nicht gleich im Originaltempo sein.

Zum Notennamen aufschreiben: Du darfst alles machen, von was du glaubst, dass es dir hilft. Nur ist es so ... wenn du die Notennamen auf dem Blatt stehen hast, schaust du ja zwangsläufig auf die Buchstaben und nicht auf die Noten. Wie du dann aber die Noten lernen möchtest .... ??? Als bessere Übung würde ich vorschlagen ... spiel doch einfach mit dem Player mit - auch wieder in schön langsamen Tempo. Dann kannst du dich auf deine Noten konzentrieren, hörst aber sofort, wenn du falsch liegst.

Hoffe du behältst die Geduld die es braucht, dann verspreche ich dir, wirst du über deine anfänglichen Probleme später nur müde lächeln können. Das war bisher bei jedem so der nicht aufgegeben hat winken

Ich drücke dir die Daumen !!!

von Bernd G S. - Donnerstag, 15 Januar 2015, 17:46
Hallo Wolfgang,

nein, das ist nicht möglich. Was ich tun könnte ist, die Vor- bzw. Rückspulfunktion im Player aktivieren. Du könntest dann manuell bis zur gewünschten Stelle zurück spulen.

Allerdings sehe ich, dass du das Grundkurs Paket gebucht hast. Mit den Midifiles im Offlinebuch kannst du - sofern dein Keyboard einen eingebauten Midiplayer hat - ganz wunderbar arbeiten. So kannst du z.B. einen A-B-Loop abspielen lassen. Also einmal drücken bei Position A, dann noch einmal drücken bei Position B. Die so markierte Passage wird dann so oft wiederholt wie du möchtest.

Sag mir Beschied wenn du die Vor-/Zurück-Funktion im Player aktiviert haben möchtest. Wenn du Hilfe mit den Midifiles brauchst auch.

Grüße
Bernd

von Bernd G S. - Donnerstag, 15 Januar 2015, 17:31
Hallo Reinhard,

kein Grund sich Sorgen zu machen. Natürlich muss ich mir zwischenzeitlich das Publikum teilen. Anders als noch vor 10 Jahren bin ich nicht mehr der Einzige mit einem Angebot dieser Art.

Aber - sehr viele Hilfeanfragen kommen über E-Mail rein. Von der Öffentlichkeit unbemerkt sozusagen. Ich weiß, dass sich viele daran stören, dass hier in den Foren keine Pseudonyme verwendet werden. Allerdings begreife ich nicht, warum man sich bei einem Thema wie diesem hinter einem Pseudonym verstecken müsste.

Wie auch immer - wenigstens muss ich so nicht auf die 1000ste Frage wo man was kostenlos bekommt antworten. Und mir fallen noch dutzende andere Fragen ein, über die ich froh bin sie hier nicht diskutieren zu müssen.

Zu deinem Roland BK-5. Die Sounds sind klasse. Was mir am BK-5 allerdings missfällt, sind die endlosen Intros und Endings. Ich persönlich halte auch die Tastatur der neueren Roland Keyboards für etwas - na sagen wir - gewöhnungsbedürftig. Wäre schön, wenn du dazu etwas berichten würdest, wenn du dich am neuen Keyboard eingespielt hast.

Herzlichste Grüße
Bernd

von Bernd G S. - Dienstag, 9 Dezember 2014, 10:03
Hallo Wolfgang,

die Zahlen für die Finger sind für die rechte, wie die linke Hand gleich.

1 = Daumen, 5 = kleiner Finger

Die Probleme mit dem Wechseln der Finger sind üblich. Und ebenso, wie du diese Probleme ganz am Anfang sehr wahrscheinlich von der rechten Hand kanntest, legt sich das relativ schnell. Grundsätzlich gilt: je weniger du dich gedanklich darauf fokusierst, umso lockerer bleibt deine Hand. Und je lockerer deine Hand, umso leichter fällt es dir.

Also - versuchen in der Hand locker zu bleiben und üben, üben, üben. Wenn du merkst, dass du verkrampfst, einfach etwas anderes spielen oder Pause machen. Dann wieder üben. Viele kurze Übungseinheiten bringen bei solchen Problemen mehr, als der Versuch das Problem in einer Sitzung zu lösen.

Grüße
Bernd

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