Bernd G Schleicher

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von Bernd G S. - Mittwoch, 16 Februar 2011, 21:00
Hallo Mayk,

zuerst möchte ich dich bitten mir kurz den genauen Titel und den Verlag des Buches mitzuteilen, aus dem du das Bild kopiert hast. Ich werde dies dann als Quellenangabe hinzufügen. Ansonsten müsste ich das Bild löschen (Urheberrecht).

Das C/E bedeutet, dass ein C-Dur Akkord mit E Bass gespielt wird. Manche Keyboards haben eine Einstellung "Bass to lowest". Dann wird der tiefste Ton des gegriffenen Akkordes als Bass dazu gespielt. Also in dem genannten Fall e,g,c - das Keyboard spielt dann C-Dur Akkord, aber nicht mit C, sondern E Bass.

Dein Keyboard ist soviel ich weiß (je nach Herstellungsjahr) baugleich mit dem Yamaha PSR-E403 oder E413. Es ist in Ordnung, aber es hat meines Wissens nach diese "Bass to lowest" Funktion nicht. Dann spielst du ganz normal einen C-Dur Akkord. E-Dur Akkord passt nicht - auch nicht kurz.

Was das Tempo anbelangt - verlasse dich doch ruhig auf dein Gehör. Musik soll ja keine Konserve sein, sondern leben. Spiel es so, wie du es fühlst. Dann ist es genau richtig.

Beste Grüße

Bernd

von Bernd G S. - Mittwoch, 16 Februar 2011, 10:06
Hallo Mayk,

leider sind solche Tempoangaben nicht besonders aussagekräftig. Sie beschreiben kein bestimmtes Tempo, sondern einen Tempobereich. Moderately (ital. Moderato) (deutsch: mäßig) z.B. wird in der Literatur mit 108-120 bpm beschrieben. 108 bis 120 Beats ist jedoch schon eine enorme Spanne, und es ist ein erheblicher Unterschied, ob ich ein Stück in 108 oder in 120 spiele.

Einen gewissen Anhaltspunkt bietet ein Metronom, wie z.B. dieses hier Online.

http://www.metronomeonline.com/

Die englischen Tempoangaben ins italienische übertragen sind gut auf dieser Seite

http://www.piano-play-it.com/music-tempo.html

aber selbst dann, lässt sich nicht definitiv sagen, welches Tempo der Verfasser des Musikstückes tatsächlich anstrebt. Bleibt also schlussendlich nichts anderes übrig, als das Stück anzuhören, und das Tempo nach eigenem Gefühl zu wählen.

Hier mal meine Vorschläge, wie ich die Tempi ungefähr einschätze:

Colors of the Wind: um die 50 bpm
Shadowland: um die 70 bpm
Hakuna Matata: um die 85 bpm
The Madness of King Scar: um die 145 bpm
New York Mining Disaster 1941: um die 90 bpm
I've gotta get a message to you: um die 80 bpm
El Condor Pasa, um die 85 bpm
The Music of the Night: um die 50 bpm

Hoffe das hilft dir etwas weiter.

Bernd

von Bernd G S. - Sonntag, 13 Februar 2011, 13:51
Hallo Stephan,

grundsätzlich würde ich die fehlenden Lernprogramme nicht als Entscheidungskriterium heranziehen. Ich kenne wirklich niemanden, der damit wirklich Keyboard spielen gelernt hat.

Deine Tendenz zu Roland wegen der Orgel- und Electrosounds ist durchaus nachvollziehbar. Würde ich unterstützen. Allerdings sind die XPs als Workstations nicht mit einem PSR von Yamaha als Home-Keyboard zu vergleichen. Soweit ich weiß fehlt den XPs eine vollwertige Rhythmuseinheit. Sie bieten lediglich Grooves, also ohne Variationen, Fills und so weiter an. Kann hierfür aber meine Hand nicht ins Feuer legen. Wen dem so ist, musst du natürlich entscheiden, ob das dir genügt.

Eine Schülerin von mir hat unlängst ein Roland E-09 bekommen. Es klingt fantastisch, hat aber für meine Begriffe ein etwas eigenartiges Angebot an Rhythmen. Vieles, was ich als Standard sehe ist schlicht nicht vorhanden, und ebenfalls für meine Begriffe viel zu viel World-Musik. Wenn Roland E-09, dann würde ich dir unbedingt anraten es vorher anzutesten.

Ein weiterer überlegenswerter Gedanke wäre, zum Lernen doch ein Yamaha anzuschaffen, und später mit einer Workstation, als zweites Keyboard aufzustocken. Ich persönlich finde den Mehrpreis für das Yamaha PSR E423 gegenüber dem E323 durchaus gerechtfertigt.

Bei der Variante später durch "Soundmaschine" aufzustocken, wäre als Alternative zu einem Yamaha Keyboard auch das Casio CTK-4000 interessant.

Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht mehr verwirrt als informiert.

Beste Grüße

Bernd

von Bernd G S. - Donnerstag, 3 Februar 2011, 13:09
Hallo Sabine,

natürlich ist es besser, wenn man sich von Anfang an an eine Anschlagdynamik gewöhnen kann. Da aber dieses Feature ein Keyboard gleich in eine ganz andere Preisregion hebt, würde ich es in eurem Fall nicht als so wichtig bewerten, dass ich es als MUSS bezeichnen würde.

Ich hatte schon viele Schüler die mit ähnlichen Keyboards begonnen haben. Beim Umstieg auf ein Keyboard mit Anschlagdynamik gibt es natürlich Umstellungsschwierigkeiten. Die dauern aber in aller Regel nicht besonders lange.

Liebe Grüße

Bernd

von Bernd G S. - Donnerstag, 3 Februar 2011, 09:29
Hallo Sabine,

dass der Wunsch ein Instrument zu lernen, insbesondere bei Kindern, immer ein Spiel mit offenem Ausgang ist, ist normal. Allerdings sind Erwachsene generell nicht unbedingt besser. Ich denke wir alle haben Dinge im Schrank, oder in irgendeinem Karton, die wir zuerst unbedingt haben wollten und dann ....

Ob meine Keyboardschule für deine Tochter geeignet ist, lässt sich von mir aus der Ferne natürlich nicht 100% beantworten. Grundsätzlich habe ich bereits gute Erfahrungen mit Kindern gesammelt. Aber - es liegt auf der Hand, dass ein Unterricht ohne regelmäßigen Besuch eines Lehrers, vom Schüler mehr Disziplin verlangt als mit. Deshalb halte ich es für äußerst wichtig, dass die Eltern den Onlineunterricht begleiten. Das bedeutet bei einer 11-jährigen nicht, dass man permanent daneben sitzen muss, sondern vielmehr, dass man sich immer wieder vom Kind erklären und zeigen lässt, was es gelernt hat.

Ob das Online- oder das Offlinebuch besser für sie ist, hängt davon ab, ob es bei euch technisch möglich ist, das Keyboard vor dem Computer zu positionieren. Wenn, dann ist der Onlinekurs, weil bewegt, natürlich viel anschaulicher. Ich würde an eurer Stelle, nach Anschaffung eines Keyboards, einfach am Demokurs ausprobieren, welche Version sie angenehmer empfindet.

Kommen wir zum Keyboard:

um den Schaden eines "Fehlversuches" möglichst gering zu halten, wäre ein Einstieg mit diesem Keyboard denkbar

http://www.thomann.de/de/yamaha_ypt210.htm

gibt es auch als Set mit Keyboardständer, Netzteil und Kopfhörer

http://www.thomann.de/de/yamaha_ypt210_set.htm

Wenn sie allerdings dabei bleibt, wird sie nach 1-2 Jahren ein solches Keyboard nicht mehr zufrieden stellen. Es wäre daher vielleicht ratsam, wenn klar ist, dass sie offensichtlich durchhält, monatlich einen gewissen Betrag für ein neues Keyboard zurück zu legen.

Soweit mein Statement! Sollten noch Fragen bestehen, oder neue hinzu gekommen sein, beantworte ich auch die gerne.

Liebe Grüße (auch an die Tochter)

Bernd



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