Bernd G Schleicher

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von Bernd G S. - Montag, 1 Juni 2015, 17:49
Hallo Janine,

sollte die Tochter in der Klavier-AG richtigen Klavierunterricht erhalten, würde ich vom Kauf eines Keyboards zu Übungszwecken abraten.

Zwischen einem Klavier und einem Keyboard bestehen zwei entscheidende Unterschiede:

Ein Klavier hat 88 massive Tasten und eine Mechanik, die es mit der Kraft der Finger zu bewegen gilt. Ein Keyboard, wie das Casio CTK-4200 dagegen, bietet nur 61 Tasten aus Plastik, die so gut wie keinen Widerstand beim Herunterdrücken bieten.

An einem Keyboard Klavier spielen lernen zu wollen, bringt somit mindestens zwei Probleme mit sich: Zum Ersten, werden über kurz oder lang nicht genügend Tasten zur Verfügung stehen - zum Zweiten, wird man sich schwer tun an einem Klavier überhaupt einen vernünftigen Ton heraus zu bekommen, weil einfach viel mehr Masse zu bewegen ist.

Die kostengünstige Alternative zu einem echten mechanischen Klavier heißt Digitalpiano. Ein Digitalpiano simuliert das Spielgefühl an einem echten Klavier (Hammermechanik) und bietet 88 Tasten.

Vernünftige Digitalpianos sind ab ca. 500 Euro zu haben. ABER - in jedem Fall sollte man einen stabilen Unterbau (massiven Ständer) und wenigsten ein solides Haltepedal (das ist das wichtigste der der zwei oder drei Hebel die unten an einem Klavier verbaut sind) hinzurechnen. Realistisch sind wir dann bei knapp 600 Euro.

In diesem Preissegment kann man von den Herstllern Yamaha, Korg und auch Casio im Prinzip nichts falsch machen. Aber gerade in der Einsteigerklasse gilt: Jede mehr investierten 100 Euro sind diese in aller Regel auch wert.

Wenn ich weiß, wie hoch Euer maximales Budget ist, mache ich gerne konkrete Vorschläge für eine engere Wahl.

Liebe Grüße zurück!


von Bernd G S. - Freitag, 27 März 2015, 20:02
Hallo Wolfgang,

ich glaube ehrlich nicht, dass es notwendig ist Styles aus dem Internet für die Keyboardschule herunter zu laden.

Hast du denn schon alle Variationen der Marsch-Styles deines PSR-S750 durchprobiert? Und wenn tatsächlich nichts dabei ist - was hält dich davon ab einen anderen Style zu verwenden.

Nur weil da Marsch steht MUSST du ja nicht unbedingt einen Marsch verwenden. Versuché mit einer Polka oder einem anderen 4/4-Takt.

Musikalische Grüße
Bernd

von Bernd G S. - Montag, 23 März 2015, 09:08
Hallo Wolfgang,

wie so oft gibt es eine pauschale Antwort nicht.

Zuerst zu mir: Ich war noch nie besonders notenfest. Mir hilft es sehr, wenn ich ein Musikstück erst höre. Dann kann ich das Gehörte auch relativ gut vom Notenbild erfassen. Das war aber schon immer so. Schon als Schüler war ich mir immer erst dann sicher, wenn mir mein Lehrer ein Stück zuerst vorgespielt hatte. Mag sein, dass ich mich anders entwickeln hätte "müssen", wenn er das nicht getan hätte. Außerdem bin ich sehr Akkordfixiert. Selbst wenn ich nur die Akkorde eines Musikstückes vorliegen habe, finde ich fast automatisch die richtige Melodielinie.

Es gibt aber auch einen anderen Typ Musiker. Wenn du dir z.B. die Leute in Big Bands (Galabands) ansiehst - denen kannst du ein Notenblatt vor die Nase legen, dann schauen die es sich ein paar Minuten lang an und spielen es. Ich würde sagen, es ist eine Mischung aus Begabung (also das was ich gehörorientiert kann können die eben visuellorientiert) und natürlich Übung. Schließlich gehört es zu deren Beruf das zu können.

Generell denke ich aber, man sollte die Sache mit den Noten nicht überbewerten. Sicher - Noten sind nützlich Musik zu transportieren. Würde aber jeder die Noten 1:1 reproduzieren, hätten wir Einheitsbrei. Die Würze der Musik macht doch schließlich die Interpretation aus.

Deshalb mein Tipp: Wenn du auswendig spielen kannst, spiele auswendig. Lege das was du bei einem Musikstück fühlst in DEINE Interpretation rein. Zählen tut doch was heraus kommt, nicht wie es hinein gekommen ist ...

von Bernd G S. - Montag, 23 März 2015, 08:23
Hallo Reinhard,

über X-Ständer zu schreiben könnte ein Buch füllen. Meine Erfahrung ist, dass es sehr gute und sehr schlechte gibt. Dabei hat - ebenfalls meiner Erfahrung nach - gut oder schlecht überhaupt nichts mit dem Preis zu tun.

Für wichtig halte ich, dass es ein zweistrebiger X-Ständer ist. Mit einstrebigen war ich noch nie glücklich. Was ich auch nicht mag ist, wenn die Schutzpfropfen aus Plastik und nicht aus Gummi oder Schaumstoff sind. Ich habe einen X-Ständer, da sind es keine Pfropfen, sondern verschiebbare Rohre. Das ist eine feine Sache, weil die sich so verschieben lassen, dass sie genau zu dem entsprechenden Keyboard passen. Denn eins ist klar: je weniger Möglichkeiten ich habe, den Schwerpunkt des Keyboards auszurichten, umso mehr wackelt es.

Aber wie du richtig schreibst, wird sich das Wackeln mit einem X-Ständer konstruktionsbedingt wohl nie ganz vermeiden lassen. Und jenseits der 10-15 Kilo eines Keyboards würde ich immer zu einem Spieltisch, also einem Ständer der auf vier Beinen steht greifen.

Gruß
Bernd

von Bernd G S. - Montag, 16 März 2015, 11:01
Hallo Liane,

es ist für mich natürlich unglaublich schwer, mich in deine Situation hinein zu denken. Habe mir eben einen Bürostuhl vors Keyboard gestellt, mich fest mit dem Rücken gegen die Lehne gesetzt und versucht die beste Position zu finden.

In dieser Situation ist es tatsächlich besser die Ellenbogen auf den Lehnen aufzulegen. Einzig der Radius der rechten Hand könnte Probleme bereiten. Bei mir persönlich reicht es gerade so. Da aber dein linker Ellenbogen aufgestützt bleiben kann, könnte er dir ggf. genügend Stabilität bieten.

Ich würde sagen: probiere es doch einmal so. Bin mir sicher, wir finden eine Position die es auch dir ermöglicht bequem und entspannt Keyboard zu spielen ...

Liebe Grüße
Bernd

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