Bernd G Schleicher

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von Bernd G S. - Freitag, 22 Dezember 2006, 15:15
Ich wünsche allen Schülern, Freunden und Besuchern der Keyboardschule ein frohes Weihnachtsfest.

Habt besinnliche und vor allem stressfreie Feiertage.

Frohe Weihnachten!

Bernd

von Bernd G S. - Freitag, 15 Dezember 2006, 16:53
Die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen!

von Bernd G S. - Freitag, 15 Dezember 2006, 09:56
Heute möchte ich eine kleine Reihe von Beiträgen starten, die für alle die Keyboard spielen lernen interessant sein dürfte. Im Besonderen aber für all diejenigen, die im Selbststudium Keyboard lernen. In dieser Reihe berichte ich von meinen Erfahrungen mit Keyboardschülern und deren häufigsten typische Fehler beim Keyboard lernen. Ich hoffe damit vielen zu helfen, genau diese Fehler nicht zu machen, bzw. sich solche Fehler ganz schnell wieder abzugewöhnen.

1. Beim Keyboard spielen auf die Tasten schauen

Dieser Fehler tritt meist schon sehr früh auf, wenn jemand mit dem Keyboard lernen beginnt. Eigentlich ein sehr verständlicher Fehler. Natürlich ist jeder Keyboardschüler unsicher, ob das was seine Finger da anstellen auch richtig ist. Trotzdem ist es ein fataler Fehler fürs Keyboard lernen.

Stelle man sich einmal vor, man würde beim Zeitung vorlesen versuchen seinen Mund in einem Spiegel zu beobachten - das kann nicht gut gehen! Genauso wenig funktioniert es, sich beim Keyboard spielen auf die Finger zu schauen. Die Augen gehören auf das Notenblatt (um die Krankenkassen zu entlasten reicht auch ein Blick darauf)! Wie sonst soll man erfahren, was eigentlich zu spielen ist? Fehler zu erkennen liegt im Zuständigkeitsbereich der Ohren.

Eigentlich sollten aber, je weiter man sich zu einem neuen Lied vorarbeitet, immer weniger Fehler vorkommen. Wenn nicht, hat man seine Vorübungen nicht ausreichend gemacht. Zu schnell mit beiden Händen gespielt, Passagen der Melodielinie die Probleme bereiten nicht ausgearbeitet, die Übungen insgesamt in zu schnellem Tempo gespielt, oder neue Akkorde nicht ausreichend eingeübt. Fehlerpotentiale gibt es beim Keyboard lernen genügend. Fehler müssen aber immer einzeln beseitigt werden. Nur wenn man sich die betreffenden Stellen einzeln und Schritt für Schritt vorknöpft, können die darin gemachten Fehler beseitig werden.

Am häufigsten beobachte ich, dass Keyboardschüler nachschauen, ob sie die Akkorde richtig greifen. Dies ist eigentlich ein Paradox. Wer nachschauen muss, ob er etwas, was er eigentlich bereits gelernt haben müsste richtig ist, gesteht damit doch in Wirklichkeit ein, dass er nicht sicher ist, ob er es tatsächlich richtig gelernt hat. Wer seine Akkorde wirklich geübt hat beherrscht sie auch. Wenn nicht, hat er sie eben nicht ausreichend geübt. So einfach ist das. Da hilft alles Nachschauen nichts.

Das eigentliche Problem beim "auf die Tasten schauen" ist, dass es zur Gewohnheit wird. Wer dieses Problem nicht beseitigt, wird mit der Zeit gar nicht mehr Keyboard spielen können, ohne dabei auf die Tasten zu schauen. Ich greife deshalb bei meinen Keyboardschülern zu einem recht simplen, aber sehr effektiven Mittel. Ich lege ihnen einfach ein Geschirrtuch oder eine Stoffwindel über die Hände. Dann ist nix mehr mit schauen. In den meisten Fällen stellt sich heraus, dass das Nachschauen völlig überflüssig war, und die Schüler ihre Lieder wirklich beherrschen. Wenn nicht, ist durch das "blind spielen" auch ganz schnell lokalisiert woran es mangelt, und kann dann gezielt nachgearbeitet werden.

Das "auf die Tasten schauen" ist also in den meisten Fällen nichts anderes als eine Marotte, die aber äußerst schädlich fürs Keyboard lernen ist. Sie nimmt den Fluss aus dem Keyboardspiel und vernichtet so den Gesamterfolg.

... Reihe wird fortgesetzt

Diskussion und Fragen erwünscht ! ! !






von Bernd G S. - Montag, 11 Dezember 2006, 08:54
Eine oft gestellte Frage ist: welches Keyboard ist das richtige für einen Anfänger?

keyboardsAuf dem riesigen Markt von elektronischen Keyboards, ist es für den Laien sicherlich nicht einfach sich zurecht zu finden. Das wichtigste Kriterium aus meiner Sicht ist, dass das Keyboard normal große Tasten hat. Von Mini-Keyboards halte ich, auch für kleinere Kinder, überhaupt nichts. Solche Keyboards fallen unter die Rubrik Spielzeug, und machen für einen potentiellen künftigen Keyboardspieler an Spieltechnik mehr kaputt, als sie an Spaß bringen können. 61 normal große Tasten sollten es schon sein, zumal man auch solche Keyboards als No-Name Produkte schon für wenige Euros erwerben kann.

Wenn dieses Kriterium erfüllt ist, kommt die Frage des persönlichen Geschmacks ins Spiel - der Klang eines Keyboards. Das was von einem Keyboard zu hören ist, ist letztlich auch das, was den Spieler motiviert. Wenn eine Trompete nicht nach Trompete klingt, oder das Schlagzeug sich eher nach Blechbüchsen anhört, macht das Spielen keinen Spaß. Auf dem Gebiet der Klangerzeugung haben die elektronischen Keyboards allerdings, bis in die unteren Preisregionen herab enorme Fortschritte gemacht. Trotzdem gibt es erhebliche Unterschiede. Es gibt kaum ein Keyboard, egal in welcher Preisklasse, welches alles gut kann. Bei dem einen klingen die Streichinstrumente hervorragend echt, während sie beim anderen synthetisch klingen. Dafür klingen dort die Orgeln unheimlich kraftvoll, beim anderen dagegen sehr dünn. Der Käufer eines Keyboards sollte sich also vor dem Kauf überlegen, was er hauptsächlich spielen möchte. Der volkstümliche Typ sollte sich z.B. die Akkordeon-Sounds genau anhören, während der klassische Typ sich eher für die Streicherklänge interessieren sollte. Der Disco-Freak legt vielleicht mehr Wert auf fette Synthesizer-Sounds, der Schlagerliebhaber dagegen eher auf naturgetreue Blasinstrumente. Mein Tipp: Lasse dir beim Kaufgespräch vom Verkäufer nicht nur die einprogrammierten Demo-Songs des Keyboards abspielen. Diese Demos, sind in der Regel so arrangiert, dass es im Normalbetrieb kaum möglich ist, diese so darzubieten. Der Verkäufer soll dir die Art von Musik eigenhändig vorspielen, die du auch selbst bevorzugt spielen wirst. So erhälst du das beste Bild.

Wenn die Klangfrage geklärt ist, steht in der Regel auch schon die Marke des Keyboards fest. Normalerweise verwenden die einzelnen Hersteller in all ihren Keyboards, zumindest einer Serie, die selbe Klangerzeugung, so dass sich die unterschiedlichen Keyboards dieses Herstellers hauptsächlich in der Ausstattung unterscheiden. Hier gibt es viel nützliches, aber auch sehr viel unnötiges - und ist, wie fast immer im Leben, eine Frage des Preises, aber auch eine Frage, was man mit dem Keyboard vor hat.

Normalerweise haben elektronische Keyboards 61 ungewichtete Tasten. Ungewichtet bedeutet, dass die Tasten aus leichtem Kunststoff sind, und kaum Widerstand beim hinunter drücken bieten. Daneben gibt es halbgewichtete Tasten. Die sind ebenfalls aus Kunststoff, sind aber mit leichten Gewichten versehen. Damit erhält man ein besseres Spielgefühl. Halbgewichtete Tasten sind aber nur bei höherpreisigen Keyboards zu finden. Schwere vollgewichtete Tasten aus Holz mit Hammermechanik, welche ein Spielgefühl wie auf einem Klavier bieten, findet man nur bei Workstations, Masterkeyboards und E-Pianos. Diese sollen hier aber nicht Thema sein. Nur wenige elektronische Keyboards bieten 76 Tasten. Dies kann aber sehr sinnvoll sein, wenn das Keyboard über eine Split-Funktion verfügt. Mit der Split-Funktion kann man die Tastatur in verschiedene Bereiche unterteilen, und mit verschiedenen Klängen belegen. Man kann dann diese unterschiedlichen Klänge gleichzeitig nutzen, ohne umschalten zu müssen. Dafür, oder wenn der Spieler auch gerne Klavierstücke spielen möchte, sind dann mehr Tasten durchaus sinnvoll.

Fast schon standardmäßig verfügen elektronische Keyboards heute über Midi-Anschlüsse. Midi steht für "Musical Instruments Digital Interface" und bezeichnet einen Standard, mit dem elektronische Musikinstrumente untereinander, oder mit Computern kommunizieren können. Dies ist eine feine Sache! Über ein Midi-Kabel (5-poliger DIN Stecker) kann das Keyboard dann z.B. an den PC angeschlossen werden, oder man verbindet das Keyboard mit einem externen Soundmodul, und bereichert sein Spiel damit ungemein. Es ist also unbedingt zu empfehlen darauf zu achten, dass das auserkorene Keyboard über einen Midi-Anschluß verfügt.

Es wäre auch nicht schlecht, wenn das Keyboard wenigstens ein paar freie Speicherplätze für eigene Sounds zur Verfügung stellen würde. Es macht sehr viel Spass eigene Klänge zu kreieren. Nur macht es keinen Spass, wenn man sie dann nicht abspeichern kann. Auch hilfreich ist es, wenn die gesamte Registrierungen, also Einstellungen von Sounds, Rhythmen, Lautstärken usw. im Speicher abgelegt werden können. Die Bedienung eines Keyboards ist heute so komplex, dass nur selten etwas auf die Schnelle umgestellt ist. Es leuchtet ein, dass es während des Spiels nicht besonders praktisch ist, 3 Programmtasten zu drücken und ein Wählrädchen zu drehen, um von einer Klarinette auf eine Trompete zu schalten. Helfen kann da nur ein fester Speicherplatz für die Einstellungen.

Alles in allem muss ein ordentliches Keyboard überhaupt nicht teuer sein. Wer über einen PC verfügt, und sein Keyboard über USB oder Midi an diesen anschließen kann, kann getrost auf viel Schnick-Schnack, welcher ein Keyboard richtig teuer macht verzichten, und erzielt so möglicherweise sogar bessere Ergebnisse. Alle die es sich leisten könnten, richtig viel Geld in ein Keyboard zu investieren, möchte ich davor warnen zu glauben, ein teures Keyboard würde sie zu einem besseren Keyboardspieler machen. Das Gegenteil ist der Fall! Genausowenig wie eine Luxuslimosine einen zu einem besseren Autofahrer machen kann, macht ein Luxuskeyboard einen zu einem besseren Musiker. Wer viel Technik im Keyboard hat, muss sich mit dieser Technik beschäftigen, und hat dann gar keine Zeit mehr fürs Spielen. In den meisten Fällen ist dann das Keyboard Herr über den Keyboarder, und nicht der Keyboarder Herr über sein Keyboard. Und es kann sicher nicht der Sinn sein, 2000 bis 3000 Euro für ein Keyboard auszugeben, um es dann als modernen Plattenspieler zu nutzen.

Mein Tipp: Wenn du es dir leisten kannst, fange in der Preisklasse von 200 bis 300 Euro (Strassenpreise, nicht UVP der Hersteller) an. Bei den Markenkeyboards ist dies, meiner Meinung nach die Preisregion, wo das Preis-Leistungs-Verhälnis am besten ist. Mehrausstattungen lassen sich auch Keyboardhersteller teuer bezahlen. Unterhalb der 200 Euro-Grenze, so denke ich, muss man zu viele Kompromisse eingehen. Aber wenn man nicht mehr Geld zur Verfügung hat, geht es halt nicht anders. Die Anschaffung eines Gebraucht-Keyboards sehe ich eher kritisch, weil ich die Preise für die Gebrauchten für unverhältnismäßig hoch halte. Aber dies muss jeder für sich selbst entscheiden. Auch wenn die Anfänge des Keyboardspielens dann gemacht sind, und eine Aufstockung des Equipments ansteht, würde ich nicht zum Kauf eines großen Keyboards raten, sondern zur Anschaffung eines Zweiten. Wenn man zwei Keyboards, die sich ergänzen, also in Punkto Klangfarben, Rhythmen und Styles unterschiedlich sind, und diese auf einem Doppelständer übereinander stellt, hat man mehr Vielfalt für weniger Geld, als mit einem großen Keyboard.

Ein Wort noch zu den Preisen. Die Unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller liegen fast immer wesentlich höher, als die Preise die tatsächlich bezahlt werden müssen. Informiere dich also unbedingt vor dem Kauf eines Keyboards bei den großen Musikhäusern über deren Preise, bevor du zum Handeln beim Händler deines Vertrauens gehst. Nicht selten liegen die Strassenpreise 30% und mehr unter den UVPs.

von Bernd G S. - Freitag, 1 Dezember 2006, 10:12
Die Zusammenfassung von Nutzungsbedingungen (die Bedingungen die für alle Nutzer der Seite gelten) und den Vertragsbedingungen (die Bedingungen die zusätzlich für Teilnehmer an kostenpflichtigen Kursen gelten) hatte offenbar in der Vergangenheit bei einigen Nutzern zu Verwirrungen geführt. Immerwieder waren Nutzer der Meinung sie würden durch das blose Registrieren auf der Seite einen Kaufvertrag mit mir eingehen.

Um dies in Zukunft hoffentlich zu vermeiden, habe ich die "Nutzungsbedingungen" und die "Zusatz- und Geschäftsbedingungen für kostenpflichtige Kurse" auf zwei verschiedene Seiten getrennt. Nutzer die sich registrieren müssen den Nutzungsbedingungen zustimmen (geht leider nicht anders, weil unsere Gesetzgeber und Gerichte nicht mehr unterstellen, dass es einen gesunden Menschenverstand gibt). Nur Teilnehmer die sich für den Erwerb eines gebührenpflichtigen Kurses entscheiden, müssen auch den Geschäftsbedingungen zustimmen.

Hoffe dass damit alle Unklarheiten für die Zukunft ausgeräumt sind!

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