Re: Fünf Todsünden beim Keyboard lernen 
von Achim D. - Donnerstag, 8 Juli 2010, 23:48

Hallo Reiner,

manchmal ist es besser ein Stück liegen zu lassen und mit den nächsten fortzufahren. Mit dem Schneewalzer ist es mir ähnlich ergangen. Hatte auch meine liebe Mühe ihn zu spielen. Die Geschwindigkeit ist für einen Anfänger doch recht hoch.

Es hat anfangs auch nicht so recht funktioniert, habe mich dadurch aber nicht beeindrucken lassen und einfach weiter gemacht. Später, ich hatte den Benthien-Band (ich denke, es war das 2. Heft) fast durch, habe ich mir den Schneewalzer nochmal vorgenommen und siehe da, es gab kein Problem mehr.

Immer auf derselben Stelle zu treten ist nicht produktiv. Der Blick sollte nach vorne gerichtet sein, sonst kommt man nicht weiter!

"... Schritte auswendig lerne..." ja, da schreibst du was! Das gleiche Erlebnis hatte ich damals beim Keyboard und heute beim Kavier:  Ich spiele Lieder auf dem Klavier, die ich schon gelernt habe und recht gut kann, gucke die ganze Zeit auf die Noten und die Finger laufen einfach weg (sind schneller als die Augen), bis ich nicht weiter weiß und bleibe mitten im Stück hängen.

Oder meine linke Hand erwischt immer die linke, rechte Note neben der gewünschten. Lustigerweise passiert das der rechten Hand seltener. Aber die ist halt durch das Keyboardspiel viel besser trainiert, lässt sich eher durch die linke Hand verunsichern.

Aber ist das Auswendigspielen nicht ein nützlicher, gewollter Effekt? Ich denke, das Notenlesen (die Synchronisation Hände/Augen) kommt durch Übung irgendwann von selbst. Und auch die Treffsicherheit der Finger wird mit der Zeit immer besser werden.

Hoffe, es hilft Dir.

Gruß
Achim