Re: Fünf Todsünden beim Keyboard lernen 
von reiner l. - Mittwoch, 7 Juli 2010, 17:36
habe gerade die fünf todsünden gelesen,finde ich sau gut
vieles trifft bei mir zu
habe vor ca zwei jahren begonnen mit den lernheften v kol Benthien bin bis heft drei gekommen,paralell habe ich mich bei dir eingetragen

seit acht wochen habe keyb zur seite gestellt gefrustet
habe schon zig mal zb Schneewalzer gespielt und bringe es immer noch nicht ohne fehler hin
weiss nicht ob ich noten spielen oder die schritte auswendig lerne  ????
viele grüsse reiner
Re: Fünf Todsünden beim Keyboard lernen 
von Bernd G S. - Donnerstag, 8 Juli 2010, 13:06
Oh weh Reiner,

das hört sich wirklich gefrustet an. Einfach so kann ich dein Problem natürlich nicht analysieren. Ich kann dir lediglich anbieten, mein Angebot in der Onlinehilfe wahr zu nehmen, und mir mal ein Video von deinem Spiel zu schicken.

Oder, weil wir ja wirklich nicht allzu weit voneinander weg sind, könnten wir einmal einen Termin vereinbaren, dann würde ich zu dir kommen, und mir vor Ort ein Bild machen. Solltest du dies wünschen, sollten wir das aber persönlich per Email verhandeln.

Gruß Bernd
Re: Fünf Todsünden beim Keyboard lernen 
von Hans R. - Donnerstag, 8 Juli 2010, 14:39
Hallo Reiner,

wg. Schneewalzer, nur so als Trost:

ich mache die Schule jetzt ungefähr 5 Monate und bin auch gerade beim Schneewalzer.
Das ist für meine Begriffe bislang das komplexeste Stück in Bernds Schule.
Ich träume gerade vom Schneewalzer, denn ich übe den seit einer Woche jeden Tag eine Stunde ausser Sonntag. ( Allerdings zusammen mit "O when the Saints..." )
Die Knackpunkte bei mir:
2, Zeile, 6. bis 8. Takt. Hier muss man ja von Finger 5 bis 3 in "Doppelschritten" zurückgreifen. Gleichzeitig sind drei Akkordwechsel zu bewerkstelligen.
Das ist nicht einfach, aber irgendwann kapiert man es, glaub`s mir!

Der zweite Knackpunkt ist Zeile 5, 3. und 4. Takt.
Da muss man von c (Finger 3) runter auf e (Finger 1).Das schaffe ich bis jetzt nicht blind, ich muss kurz auf die Tastatur schauen und gucken, wo das e ist. Und dann muss man zusätzlich e-g-c mit Finger 1-2-4 wieder Tasten "überspringen".
Aber das wird auch langsam besser.

Also: der Weg ist das Ziel. Bernds Kurs funktioniert. Du darfst nur nicht nachlassen.

Gruss Hans
Re: Fünf Todsünden beim Keyboard lernen 
von Achim D. - Donnerstag, 8 Juli 2010, 23:48

Hallo Reiner,

manchmal ist es besser ein Stück liegen zu lassen und mit den nächsten fortzufahren. Mit dem Schneewalzer ist es mir ähnlich ergangen. Hatte auch meine liebe Mühe ihn zu spielen. Die Geschwindigkeit ist für einen Anfänger doch recht hoch.

Es hat anfangs auch nicht so recht funktioniert, habe mich dadurch aber nicht beeindrucken lassen und einfach weiter gemacht. Später, ich hatte den Benthien-Band (ich denke, es war das 2. Heft) fast durch, habe ich mir den Schneewalzer nochmal vorgenommen und siehe da, es gab kein Problem mehr.

Immer auf derselben Stelle zu treten ist nicht produktiv. Der Blick sollte nach vorne gerichtet sein, sonst kommt man nicht weiter!

"... Schritte auswendig lerne..." ja, da schreibst du was! Das gleiche Erlebnis hatte ich damals beim Keyboard und heute beim Kavier:  Ich spiele Lieder auf dem Klavier, die ich schon gelernt habe und recht gut kann, gucke die ganze Zeit auf die Noten und die Finger laufen einfach weg (sind schneller als die Augen), bis ich nicht weiter weiß und bleibe mitten im Stück hängen.

Oder meine linke Hand erwischt immer die linke, rechte Note neben der gewünschten. Lustigerweise passiert das der rechten Hand seltener. Aber die ist halt durch das Keyboardspiel viel besser trainiert, lässt sich eher durch die linke Hand verunsichern.

Aber ist das Auswendigspielen nicht ein nützlicher, gewollter Effekt? Ich denke, das Notenlesen (die Synchronisation Hände/Augen) kommt durch Übung irgendwann von selbst. Und auch die Treffsicherheit der Finger wird mit der Zeit immer besser werden.

Hoffe, es hilft Dir.

Gruß
Achim