Spielen ohne Begleitautomatik - muss ich zwingend Klavier lernen? 
von Reinhard G. - Mittwoch, 10 April 2013, 10:05

Hallo Bernd, liebe Forumsmitglieder!

Ich besuche seit 5 Wochen eine Keyboardschule und habe jetzt den 1. Band von Benthien durch und bin grade beim Schneewalzer (ich spiele mit Fingered Chord). Allerdings bin ich nicht sehr glücklich mit meinem Keyboardlehrer und erwäge jetzt, zu Bernds Keybordschule zu wechseln.

Mein Hauptproblem ist aber ein etwas anderes: Mir gefallen diese ganzen Begleitautomatik-Sachen nicht (außer Rhythmus-Begleitung). Ich würde gerne lernen, Stücke zu spielen, die auch ohne Begleitautomatik gut klingen. Meine bevorzugte Musikrichtung sind diese klassischen Hammond-Sound-Stücke (z. B. House of the rising sun in der Version den Animals oder Stücke von Booker T). Muss ich denn dazu zwingend Klavier lernen oder ist auch der Weg über die Keyboard-Ausbildung ein sinnvoller? (Ich will diese Stücke nicht unbedingt eins zu eins nachspielen können, aber es sollte halt trotzdem gut klingen.)

Ich kann durchaus damit leben, dass die linke Hand weniger macht als die rechte und brauche auch keine Klaviersonaten spielen zu können. Aber nur Akkorde aushalten klingt auf Dauer halt etwas mau.

Ich bin 43 Jahre alt, das Keyboardspielen macht mir soweit viel Spaß und ich hänge mich auch ziemlich rein, übe pro Tag bisher mindestens eine Stunde, an Wochenenden auch mehr (meine Frau jammert eh schon winken ) Nur, wenn ich schon so viel Zeit investiere, möchte ich vermeiden, dass zum Schluss nicht das rauskommt, was ich eigentlich möchte. Klavierlernen ist, denke ich, aber nochmal ein Stück aufwändiger und komplizierter. Und da ich sicher nicht das Super-Naturtalent bin und auch nicht mehr der Allerjüngste, würde ich eigentlich gerne beim Keyboard bleiben.

Für eure Meinungen und Ratschläge wäre ich sehr dankbar!

Reinhard

Re: Spielen ohne Begleitautomatik - muss ich zwingend Klavier lernen? 
von Bernd G S. - Mittwoch, 10 April 2013, 14:01
Hallo Reinhard,

grundsätzlich würde ich sagen: zwingend ist gar nichts für einen Musiker. Ich habe zu einer Zeit Orgel gelernt, da gab es noch gar keine Styles und als Rhythmusmaschinen nur solche Bum-Cha-Maschinen.

Selbstverständlich könnte man alle Lieder auch ohne Styles spielen. Im Aufbaukurs gehe ich gezielt auf das beidhändige Spiel ein. Dort aber direkt einzusteigen ist für einen Anfänger nicht möglich. Viel zu groß wäre die Lücke.

Dazu, wie ich dich durch den Grundkurs bringen könnte, ohne Styles, aber auch ohne dabei den Spaß zu verlieren, weil es eben alles doch mau klingt, fällt mir auf die Schnelle leider nichts ein.

Insofern wirst du wohl in einen sauren Apfel beißen müssen. Entweder doch durch eine Klavierschule gehen, oder aber einen Keyboardkurs (entweder mit Styles oder etwas mau).

Herzliche Grüße

Bernd
Re: Spielen ohne Begleitautomatik - muss ich zwingend Klavier lernen? 
von Reinhard G. - Mittwoch, 10 April 2013, 14:24

Hallo Bernd,

danke für deine Einschätzung und rasche Antwort! Ich habe überhaupt kein Problem damit, im Grundkurs "nur" Akkorde zu spielen oder auch mal mit Styles. Wenn ich die vom mir gewünschten Sachen später mal im Aufbaukurs finde, bin ich glücklich. Solange ich weiß, dass ich am "richtigen" Weg bin. Ich denke, ich werde mich für deinen Grundkurs anmelden.

Herzliche Grüße,

Reinhard

Re: Spielen ohne Begleitautomatik - muss ich zwingend Klavier lernen? 
von Achim D. - Mittwoch, 10 April 2013, 15:09
Versuche doch einfach mal bei einem Lied im 3/4 Takt die Begleitung mit arpeggierten Akkorden. Z.B. Am: Du spielst die Töne A, C und E hintereinander. Die Begleitautomatik schaltest Du aus. Wenn es gut funktioniert, kannst Du das ganze zu einem Rhythmus spielen.
Re: Spielen ohne Begleitautomatik - muss ich zwingend Klavier lernen? 
von Reinhard G. - Donnerstag, 11 April 2013, 22:32
Danke für eure Tipps! Habe mich jetzt zum Grundkurs angemeldet und ich hoffe, es klappt alles!