Noten trainieren 
von Dietmar W. - Freitag, 25 November 2011, 18:20
Hallo Bernd und Kursteilnehmer.

Ich hab mal eine Frage, ich übe zusätzlich zum Grundkurs mit einem Notentrainer "Score-Trainer" der Firma midimaster.de
Entsprechend des Schwierigkeitsgrades wird es notwendig über angrenzende Akkorde zu spielen. Nun beginnt das Problem, mit welchen Finger auf welche Taste um dem Tempo zu folgen, muss ich spielen?. Die Notenfolge kann man auch nicht wie bei einem eingeübten Lied erahnen oder im voraus schon sehen, man muss schnell, wenn die Note angezeigt wird reagieren, um den richtigen Fingergriff zu haben.
Im Vorfeld gibt es für den Schwierigkeitsgrad Einstellkriterien, da steht dann welche Noten von bis eingespielt werden. Kann man da vielleicht schon herauslesen wie der Fingersatz sich bilden soll?
Ich bin auch in deinem Grundkurs noch nicht soweit, ohne Anfänglich auf die Zahlen zu achten problemlos zu spielen.
Beim Lesen der Noten muss ich immer übersetzen, welche Note, welche Taste. Dabei versuche ich nicht auf die Tastatur zu blicken.cool
Um mir die einzelnen Noten ins Unterbewusstsein einzuprägen habe ich mich mit dem Trainingsprogramm beschäftigt.
Nun auch die Frage, ist es sinnvoll so zu üben, oder sollten deine Lektionen ausreichen?
Es gibt in dem Zusammenhang auch eine Demosoftware.
midimaster.de

Vieleicht mit einer kleinen Antwort und vielleich hat auch jemand Erfahrung gemacht
freundliche Grüße Dietmar
Re: Noten trainieren 
von Dietmar W. - Samstag, 26 November 2011, 10:45

Hallo,

ich muss ergänzen, daß ich mit einem Midikeybord über einen PC trainiere. Weiter habe ich Akkorde mit Oktaven verwechselt, das passiert einem Anfänger bei dem die Begriffe noch nicht so gängig sind.

Gruß

Dietmar

Re: Noten trainieren 
von Bernd G S. - Samstag, 26 November 2011, 11:32
Hallo Dietmar,

ich habe mir die Software noch nicht angesehen, aber nach deiner Beschreibung fehlt mir etwas die Einsicht der Sinnhaftigkeit der selben. Stellen wir uns vor du wolltest lesen lernen, und eine Software zeigt dir willkürlich irgend welche Buchstaben. So gut du diese Buchstaben auch erkennst, bist du trotzdem nicht in der Lage Wörter lesen zu können.

Aus dem Notenbild eines Musikstückes einen möglichen Fingersatz zu erkennen, erfordert sehr viel Erfahrung. Deshalb helfe ich ja mit den Zahlen. Du solltest dir demnach keine Gedanken darüber machen diese Hilfe auch in Anspruch zu nehmen.

Nochmal zurück zum Vergleich mit dem Lesen lernen. Am Anfang setzen wir Buchstaben zusammen. Mit mehr Übung sind wir dann in der Lage ganze Wörter zu erkennen. Irgendwann, mit noch sehr viel mehr Übung, müssen wir noch nicht einmal mehr jedes Wort wirklich lesen um einen Text erfassen zu können.

So ähnlich verhält es sich mit dem Noten lesen und deren Umsetzung auf die Tasten genau so. Es dauert eben.

In diesem Sinne wünsche ich dir die erforderliche Geduld. Das wird schon ...

Liebe Grüße

Bernd
Re: Noten trainieren 
von Dietmar W. - Samstag, 26 November 2011, 12:38

Hallo Bernd,

danke für deine schnelle Antwort.

Das was du mit dem Lesen lernen vergleichst verstehe ich ganz gut, aber du sprichst als Profie des Spielens und brauchst nicht recht nachzudenken. So ergeht es mir auch beim Laut-Lesen von Texten. Bei einer Fremdsprache wird es dann schwieriger mit der Aussprache und dem Verstehen. Hier muss ich schon nachdenken und da ist Üben ebenfalls gefragt.!

Die Töne muss ich zusammenfügen zu einer Melodie, manchmal hat man im Kopf schon eine Vorstellung welche richtige Note folgen muss. Werden diese Noten zu langsam gespielt erkenne ich keine Melodie. Deshalb bin ich der Meinung die Note muss schnell erkannt und auf der richtigen Taste gespielt werden. Da fehlt mir noch Erfahrung.

Da beginnt das Problem mit der Umsetzung, welcher Finger und wie schnell finde ich die richtige Taste auch eine Oktave höher. Da könnte die Software helfen, dachte ich.

Ich werde aber weiter mit deinen Lektionen üben, üben..

Danke und liebe Grüße

Dietmar

 

Re: Noten trainieren 
von Bernd G S. - Samstag, 26 November 2011, 13:22
Nur noch zwei Dinge kurz, Dietmar!

1. Dass du, wenn die Noten zu langsam gespielt werden, keine Melodie erkennst meinst du nur. Probiere es einmal an einem Lied, welches du sehr gut spielen kannst aus. Spiele es gaaaaanz langsam, und du wirst merken, dass du sehr wohl die richtige Melodie im Kopf erkennst. Genauso ist es bei einem neuen Stück. Nur hast du die Melodie noch nicht so verinnerlicht. Du bist dir unsicher, ob es die richtige Melodie ist. Die Hörproben meiner Schule sollten eine wichtige Unterstützung sein um diese Unsicherheit zu überbrücken. Einfach immer und immer wieder anhören.

2. Das Treffen der richtigen Tasten ist ein motorisches Problem. Und wie man im sportlichen Bereich Bewegungsabläufe nur durch stetiges Wiederholen perfektioniert, erhält man die Perfektion auch beim Keyboard spielen nur durch ständiges Wiederholen.

Schmunzeln musste ich, wie du schreibst, ich spräche als Profi. Ich bin nicht Tasten spielend zur Welt gekommen winken .... ich habe die Stunden die ich geübt habe nicht gezählt. Einige Tausend werden es aber wohl sein ...

In diesem Sinne, schönes Wochenende und frohen 1. Advent.

Bernd