Der neue 
von Mayk L. - Montag, 14 Februar 2011, 14:03
Hallo,

da ich mich hier heute im Forum neu angemeldet habe, möchte ich mich kurz vorstellen.
Ich bin Mayk und 33 Jahre jung. Habe eine feste Beziehung und einen Sohn von 10 Jahren.
Vor gut 1 1/2 Jahren hatten wir Besuch von Freunden und deren Tochter spielte auf einem alten hervorgekramten Keyboard "Für Elise". Ich hätte Stundenlang zu hören können. Dann kam ich noch mit einem Wunschlied, was aber nicht so klappte da sie es nicht kannte.

Von da an hatte es mich gepackt! Ich wollte Keyboard spielen lernen. Da die Finanzen ja auch immer so ne Sache sind, hatte ich mich dafür entschieden es mir im Selbststudium beizubringen.

Es kalppt schon ganz gut, jedoch bleibe ich immer an den selben Fragen oder Problemen hängen, wo ich hoffe das mir hier geholfen werden kann.

Als Keyboard hatte ich mir das "Yamaha YPT 410" gekauft, womit ich eigentlich sehr zufrieden bin.

Lg

Mayk
Re: Der neue 
von Mayk L. - Dienstag, 15 Februar 2011, 22:12
Natürlich muss ich auch so nach und nach meine Fragen stellen winken

Und zwar habe ich einige Lieder, die ich vom höhren her kenne aber kein Tempo bei stehen habe. Lediglich folgende Hinweise stehen bei:

Moderately slow (Colors of the Wind, Pocahontas)
Emotionally, slowly (Shadowland, König der Löwen)
Slowly relaxed tempo (Hakuna Matata, König der Löwen)
Freely (The Madness of King Scar, König der Löwen)
Moderately (New York Mining Disaster 1941, Bee Gees)
Moderately slow, with a beat (I've gotta get a message to you, Bee Gees)
Fairly slowly (El Condor Pasa)
Slowly (The Music of the Night, Phantom der Oper)

das sollte erst einmal reichen. Die deutschen Übersetzungen sind mir von den Wörtern her ja schon klar, nur leider weiß ich doch dadurch immer noch nicht ob ich das Lied in dem jeweils richtigen Tempo spiele...

Vielleicht kann mir da von euch jemand helfen.
Danke schonmal und Beste Grüße

Mayk
Re: Der neue 
von Bernd G S. - Mittwoch, 16 Februar 2011, 10:06
Hallo Mayk,

leider sind solche Tempoangaben nicht besonders aussagekräftig. Sie beschreiben kein bestimmtes Tempo, sondern einen Tempobereich. Moderately (ital. Moderato) (deutsch: mäßig) z.B. wird in der Literatur mit 108-120 bpm beschrieben. 108 bis 120 Beats ist jedoch schon eine enorme Spanne, und es ist ein erheblicher Unterschied, ob ich ein Stück in 108 oder in 120 spiele.

Einen gewissen Anhaltspunkt bietet ein Metronom, wie z.B. dieses hier Online.

http://www.metronomeonline.com/

Die englischen Tempoangaben ins italienische übertragen sind gut auf dieser Seite

http://www.piano-play-it.com/music-tempo.html

aber selbst dann, lässt sich nicht definitiv sagen, welches Tempo der Verfasser des Musikstückes tatsächlich anstrebt. Bleibt also schlussendlich nichts anderes übrig, als das Stück anzuhören, und das Tempo nach eigenem Gefühl zu wählen.

Hier mal meine Vorschläge, wie ich die Tempi ungefähr einschätze:

Colors of the Wind: um die 50 bpm
Shadowland: um die 70 bpm
Hakuna Matata: um die 85 bpm
The Madness of King Scar: um die 145 bpm
New York Mining Disaster 1941: um die 90 bpm
I've gotta get a message to you: um die 80 bpm
El Condor Pasa, um die 85 bpm
The Music of the Night: um die 50 bpm

Hoffe das hilft dir etwas weiter.

Bernd
Re: Der neue 
von Mayk L. - Donnerstag, 17 Februar 2011, 09:37
Danke Bernd,

mit dem Metronom arbeite ich ab und an mal (leider viel zu wenig, aber es wird mehr) allerdings direkt vom Keyboard aus. Kennst du mein Modell und kannst was dazu sagen?

Von deinen Vorschlägen hatte ich bisher mal "Colors of the Wind" probiert, und ich will fast behaupten, es ist zu langsam.

Ich hatte die Stücke bisher immer nach Gehör in Kombination mit den Noten gespielt. Aber wie gesagt, ich weiß halt nicht ob es richtig ist vom Tempo.

Eine andere Frage wäre z.B. zu den Akkorden.
Man kann es im Bild ganz gut sehen. Wie werden die doppelt -genannten Akkorde gespielt (hier: C/E)? Kann ich es mir aus suchen oder spiele ich ganz kurz C und dann sofort E hinterher?

Grüße

Bild Quelle: www.sheetmusicdirect.com/de-DE/se/ID_No/65523/Product.aspx


Re: Der neue 
von Bernd G S. - Mittwoch, 16 Februar 2011, 21:00
Hallo Mayk,

zuerst möchte ich dich bitten mir kurz den genauen Titel und den Verlag des Buches mitzuteilen, aus dem du das Bild kopiert hast. Ich werde dies dann als Quellenangabe hinzufügen. Ansonsten müsste ich das Bild löschen (Urheberrecht).

Das C/E bedeutet, dass ein C-Dur Akkord mit E Bass gespielt wird. Manche Keyboards haben eine Einstellung "Bass to lowest". Dann wird der tiefste Ton des gegriffenen Akkordes als Bass dazu gespielt. Also in dem genannten Fall e,g,c - das Keyboard spielt dann C-Dur Akkord, aber nicht mit C, sondern E Bass.

Dein Keyboard ist soviel ich weiß (je nach Herstellungsjahr) baugleich mit dem Yamaha PSR-E403 oder E413. Es ist in Ordnung, aber es hat meines Wissens nach diese "Bass to lowest" Funktion nicht. Dann spielst du ganz normal einen C-Dur Akkord. E-Dur Akkord passt nicht - auch nicht kurz.

Was das Tempo anbelangt - verlasse dich doch ruhig auf dein Gehör. Musik soll ja keine Konserve sein, sondern leben. Spiel es so, wie du es fühlst. Dann ist es genau richtig.

Beste Grüße

Bernd
Re: Der neue 
von Mayk L. - Mittwoch, 16 Februar 2011, 21:35
Vielen Dank Bernd. Das hatte mir jetzt auf jeden Fall schon mal weitergeholfen. Und du hast natürlich auch Recht, mit E klingt es echt gar nicht.

Also, was ich sehr oft mache ist diese ganzen add9, maj9, Fmaj7 für mich zu vereinfachen. Die sind leider sehr häufig bei den Musicalsongs vorhanden.
Re: Der neue 
von Bernd G S. - Donnerstag, 17 Februar 2011, 10:00
Hallo Mayk,

nun machen aber genau diese "schrägen" Akkorde die Würze aus. Vielleicht solltest du dich einmal damit beschäftigen!

Bernd
Re: Der neue 
von Mayk L. - Mittwoch, 23 Februar 2011, 23:01
Hallo Bernd,

wie meinst du das mit Würze?
Die Würze im Lied oder beim spielen?
Ich selber lerne immer nur ganz langsam und denke das diese Art der "schrägen" Akkorde noch sehr viel schwieriger sind zu beherschen.

Es gibt einen Tag, da klappen bestimmte Lieder richtig geil, wo ich sage, Hey, wow, das hörte sich stark und Klasse an. Und am nächsten Tag oder dann evtl. auch für eine Woche klappt das Lied dann gar nicht mehr.

Grüße

Mayk
Re: Der neue 
von Bernd G S. - Donnerstag, 24 Februar 2011, 09:10
Hi Mayk,

ich meinte die Würze im Lied. Ein maj7-Akkord gibt eben eine andere Harmonie als ein reiner Dur-Akkord.

Dass die Tagesform darüber entscheidet wie gut man ein Lied präsentiert ist auch normal. Schließlich kommt Musik von innen. Genau deshalb, finde ich, sollte man allem was man spielt möglichst viel "persönliche Note" mitgeben. Nur wenn man sich selbst ausdrückt, kann man dies beständig tun.

Bernd
Re: Der neue 
von Mayk L. - Dienstag, 1 März 2011, 11:33
Ich möchte euch hier nun mal zwei Lieder von mir vorstellen, die ich gespielt habe.
Über Tipps, Ratschläge oder aber auch Lob bin ich sehr dankbar.

Circle of Life

Dat du min Leevsten büst


Viel Spaß,

Grüße

Mayk
Re: Der neue 
von Bernd G S. - Dienstag, 8 März 2011, 11:23
Hallo Mayk,

ich finde es wirklich sehr mutig, dein Spiel zur Kritik zu stellen. Respekt!

Warum spielst du "Circle Of Life" nicht mit Rhythmus? Dein Spiel selbst ist, unter Anbetracht der Aufregung welche so eine Aufnahme mit sich bringt, absolut in Ordnung. Mir persönlich fehlt nur etwas Gefühl. Mit Style könntest du die Melodie möglicherweise etwas getragener vortragen.

Bei "Dat du min Leevsten büst" irritiert mich etwas dein Fingersatz. Manchmal verwendest du alle fünf Finger, so wie ich es selbst auch tun würde, manchmal nur drei. Außerdem würde ich keinen Pianoklang verwenden, sondern ein Akkordeon. Ich bin mir sicher, dass es sich dann gleich etwas frischer anhören würde.

Insgesamt aber eine durchaus lobenswerte Leistung!

Gruß Bernd
Re: Der neue 
von Mayk L. - Dienstag, 8 März 2011, 12:04
Hallo Bernd,

vielen Dank für dein Feedback. Zu allererst möchte ich sagen, das es eigentlich gar nicht mutig ist. Das Problem liegt daran, das wir einfach kein Geld für Schule/Unterricht über haben. Nur so kann mir jemand weiter helfen und z.B. auch auf Fehler aufmerksam machen.

Zu Circle of Life:

Inzwischen spiele ich es auch mit Rhytmus. Anfangs war ich so auf einen Afrikanischen Style versteift, fand aber leider nix was in die Richtung Köniug der Löwen geht. Ich nehme jetzt dafür den Style 23 (Love Song) und Tempo 84. Bei der Voice bin ich immer unsicher. Ich kann selber leider kein ganzes Orchester ersetzten, würde es aber liebend gern. Ich schwanke dann immer zwischen Piano, Flöte, Strings etc.
Das dir fehlende Gefühl denke ich kann ich nur über üben, üben, üben, wiederholen, wiederholen, wiederholen erreichen.

Dat du min Leevsten büst:

Bernd, der Trick ist, ich habe gar kein Fingersatz breites Grinsen Ich tue mich echt verdammt schwer damit. Ich habe es oft probiert, komme aber immer wieder drauf zurück, wie ich es am besten hin bekomme. Und das ist leider nicht der Fingersatz den man nehmen sollte. Ab und an versuche ich mich dann wieder dran zu halten (Phantom der Oper, z.b.), wenn es nicht klappt (was sehr häufig ist) spiele ich wieder auf meine Art und Weise.
Das schlimme ist, das ich ja weiß das es so nicht richtig ist und ich es mir auch selber schwer mache.
Das Piano werde ich mal gegen Akkordeon austauschen. Danke für den Tipp.

Bis dahin,

Liebe Grüße

Mayk
Re: Der neue 
von Bernd G S. - Dienstag, 8 März 2011, 20:58
Ich würde das Tempo bei Circle Of Life auf 72, 74 oder maximal 76 wählen. Das trägt dann besser. Habe 84 ausprobiert, scheint mir zu hektisch zu sein.
Re: Der neue 
von Mayk L. - Freitag, 8 April 2011, 15:57
Das ärgert mich ja gerade ein wenig. Am 8. März hast du geantwortet, und irgendwie habe ich nix davon mit bekommen.

Wenn du magst, kann ich dir ja mal die Noten zu "Circle of Life" per mail schicken.

Hier mal was neues:

Conquest of Paradise

Liebe ist Alles

und auf anraten von dir:

Dat du min leevsten büst (Akkordeon)

Tipps und Hilfen sind wieder gerne willkommen
Re: Der neue 
von Heinz K. - Montag, 11 April 2011, 08:27
Hallo Maik,

super das einer den Mut hat,sich so zu präsentieren.anerkennend

Wenn du von mir einen Tipp annehmen möchtest. im Bezug auf z.b

Conquest of Paradise
Den Style den du Verwendest passt, nach meiner meinung nicht richtig, ok wenn man nichts anderes hat ist es ok, aber gerade das Stück ist in der Spielweise ein bissel anspruchsvoll, und wird auch sozusagen ein wennig abgehackter gespielt, nicht so Legato, wenn du jetzt noch in der linken Tastatur also die Akkorde da ein Chor reinsetzt hört sich das prima an.
Ich mache es als Eselsbrücke immer so, wenn ich nicht weiß mit welchen Style es gespielt wird, gehe ich z.b  nach hier, und hör mir das an.
d-o-o.de
Auch auf Heidrun Dolde ihre seite bekommst du richtig freie Styles zum herunterladen. Sogar  Speziell für Yamaha Geräte.
Solltest du Heidrun nicht kennen hier mal schauen
Heidrun Dolde


Gruß Heinz
Re: Der neue 
von Mayk L. - Dienstag, 12 April 2011, 09:30
Hallo Heinz,

vielen Dank für dein Feedback. So wirklich glücklich war ich selbst auch nicht mit dem Style. Allerdings habe ich auch nicht so viele im 3/4 Takt vorrätig.

Die Akkorde habe ich durch den Chor ersetzt, was sich super anhört! An dem abgehackten spielen werde ich üben müssen. Ich ertappe mich immer wieder wie ich Pausen z.B. nicht spiele. Vielleicht auch hier der Fall. Die Sache ist, wenn ich es abgehackter spiele, klingt es bei mir oftmals immer noch nach aussätzern - das muss ich in den Griff kriegen.

Die Seite d-o-o.de habe ich mir mal angeschaut. Die ist nicht schlecht. Dort hatte ich dann auch mal nach "Conquest" gesucht.
Dort haben die ja Classic 6/8 (mid+sty)stehen. Ich habe mal versucht bei mir 6/8 zu nehmen. Könnte ausbaufähig sein.

Heidruns Seite kenne ich. Dort muss ich auch noch mal schauen.

Nun heisst es wieder üben üben üben... winken

Beste Grüße

Mayk
Re: Der neue 
von Bernd G S. - Freitag, 15 April 2011, 08:04
Hallo Mayk,

bei "Conquest Of Paradise" stimmt die Rhythmik nicht. Ich würde das Tempo zunächst einmal erheblich herunter ziehen und daran arbeiten.

"Liebe ist Alles" und "Dat du min Leevsten büst": Es gibt wenig Regeln für einen sauberen Fingersatz. Die wichtigste aber ist: niemals, ich wiederhole NIEMALS, werden beim einstimmigen Spiel, zwei (oder gar mehr) aufeinander folgende Töne mit dem selben Finger gespielt. Dein Daumen ist absolut zu viel beschäftigt. Da musst du dir was anderes überlegen.

Gruß Bernd