Noch 'ne Neue  
von Martina B. - Montag, 13 September 2010, 21:49

Hallo zusammen,

ich bin nun auch Keyboard infiziert lächelnd und das mit 40 Jahren.

Meine Tochter nimmt Unterricht und in einer ruhigen Minute habe ich es auch mal probiert und spiele schon ein paar Anfängerlieder. Hänschen klein, Hänsel und Gretel etc. das Buch heisst Keybordschule von A. Benthien. Die Akkorden spielen wir mit 3 Fingern.

Die Akkorde waren am Anfang eine echte Katastrophe da ich als "Tippse" die Finger normalerweise einzeln bewege und nicht gleichzeitig. Das "umspringen" vom C- Akkord auf F dann wieder C und dann G7 treibt mich im Augenblick fast in den Wahnsinn da ich das mit dem F - Akk. nicht gebacken bekomme *grrrr (Gatte kann Oh When The Saints... auch nicht mehr hören)

Gibt es hierzu irgendeinen Tipp / Trick damit ich das sauber hinbekomme ? Ich komme immer mit den Fingern ins trudeln und sobald ich überlege oder auf die Tasten schaue klappt gar nichts mehr.

LG

Martina (Bakarole/ Walzer /Tempo 105 klappt super *Stolz bin*)

P.S. Notenlesen kein Problem da ich früher mal Flöte und später mal Keyboard gespielt habe (ca 1 Jahr)

 

 

Re: Noch 'ne Neue  
von Bernd G S. - Dienstag, 14 September 2010, 08:48
Herzlich Willkommen Martina!

Um zu erkennen, ob du die Akkorde technisch richtig spielst, müsstest du mir schreiben, mit welchen Fingern du die Akkorde greifst. Anfängliche Schwierigkeiten die Akkorde sicher zu greifen sind eigentlich normal, legen sich aber in aller Regel nach kürzester Zeit.

Musikalische Grüße

Bernd
Re: Noch 'ne Neue  
von Hans R. - Dienstag, 14 September 2010, 12:20
Hallo Martina,

40 Jahre ist ja nun kein Alter...

Ich würde Dir dringend empfehlen, den Benthien in den Eimer zu stopfen!

Erstens schlägt er nur Einfinger-Akkorde vor. Wenn Du Dreifinger-Akkorde spielst, solltest Du, wie von Bernd empfohlen, kundtun, wie Du greifst.
Irgendwo musst Du das ja herhaben.
Der Wechsel zwischen C-Dur und F-Dur ist doch eigentlich nicht schwierig.

C-Dur: (g=5, c=2, e=1); F-Dur (a=4, c=2, f=1).

Beim Wechsel bleibt der Zeigefinger da, wo er ist. Man muss also nur zwei Finger umsetzen.

Aber nochmal: Benthien ist eine Schule, die die Welt nicht braucht. Ich bin dreimal an ihr verzweifelt, so wie Du. Bernds Schule ist um Klassen besser. ( Ich bekomme kein Geld dafür... )

Gruss Hans

PS.: Übrigens, an jedem Keyboard kann man einen Kopfhörer anschliessen, zu Schonung der umgebenden Familie winken
Re: Noch 'ne Neue  
von Frank H. - Dienstag, 14 September 2010, 19:28
Hallo Martina,

die von Dir geschilderten Probleme dürften jedem Anfänger bestens bekannt sein. Hans hat Dir den Wechsel von C nach F gut beschrieben. Wenn du den Zeigefinger auf dem c stehen lässt und dann Deine Hand quasi auf dem stehenden Zeigefinger ein wenig nach rechts drehst, so dass das Handgelenk etwas einknickt, erreichst Du mit dem Daumen spielend das f. Der Ringfinger schwebt ja ohnehin schon "in Lauerstellung" über dem a und muss nur noch nach unten bewegt werden.
Ich erinnere mich auch noch ziemlich gut an die Schwierigkeit, von C nach G7 zu wechseln. Irgendwie hatte ich da eine Blockade im Kopf. Bei mir klappte es erst, als mir jemand vorschlug, G7 mit vier Fingern zu greifen.
Wenn Du C so greifst, wie Hans es vorschlägt schwebt der Mittelfinger bereits über dem h. und der kleine Finger liegt schon auf dem g. Zeigefinger und Daumen liegen auf c und e und haben bereits den richtigen Abstand, den Sie bei G7 für d und f benötigen.

Du kannst jetzt den kleinen auf g liegen lassen und bewegst Zeigefinger und Daumen mit unverändertem Abstand einfach nur um die Breite einer Taste nach rechts - und schon liegen beide dort, wo sie hingehören... Und genau dort sind sie bei mir nie gelandet! Das klappte komischerweise erst, als ich den Mittelfinger auf das h setzte und ihn so als "Bezugs- oder Stützpunkt" nutzen konnte.
Rückwirkend betrachtet würde ich Dir aber empfehlen, den Wechsel mit nur drei Fingern und so lange zu üben, bis Du ihn ohne darüber nachzudenken greifen kannst (Du denkst ja auch nicht mehr darüber nach, welche Taste Du auf der Schreibmaschine anschlägst, um ein bestimmtes Wort zu schreiben). Wenn weitere Akkorde hinzu kommen und du es gewohnt bist, die Septimenakkorde mit vier Fingern zu greifen, werden die Wechsel meines Erachtens nach unnötig erschwert.

In diesem Forum habe ich schon mehrfach meine Meinung zur Keyboardschule von Axel Benthien kund getan. Dennoch übe ich jetzt wieder damit und habe Band 1 und 2 nochmal komplett durchgearbeitet. Im Band 3 komme ich mir bei fast jedem neuen Stück wieder wie ein Anfänger vor - Dank Bernds Lernmethode gelingt es mir aber, die Stücke irgendwann zu beherrschen (und wenn es auch schon mal mehrere Wochen dauert).
Deshalb empfehle ich Dir, zunächst mit Bernds Kurs zu arbeiten und den Band 1 von Axel Benthien allenfalls als Ergänzung hinzu zu nehmen.

Ein letzter Tipp: Mein größter Feind war und ist die Ungeduld. Ich will immer mehr, als ich offenbar zu leisten im Stande bin und muss mich immer wieder zur Geduld zwingen, damit ich die Freude am Spielen nicht verliere. Ich glaube, dass es vielen Anfängern so ergeht.

Mit musikalischem Gruß
Frank
Re: Noch 'ne Neue  
von Martina B. - Dienstag, 14 September 2010, 21:29

Hallo,

vielen Dank für die Antworten, also folgende Akkorde kann ich bisher:

C = 5g, 2c, 1e

G = 5g, 3h, 1d

G7 = 5g, 3h, 1f

mit F noch auf Kriegsfuss = 4a, 2c, 1f

vermutlich bekomme ich das auch nicht so sauber hin, da bei den gelernten Akkorden der Ringfinger bisher nichts geleistet hat sondern immer der Kleine im Einsatz war. Aber ich werde eure Tipps beherzigen und den Zeigefinger einfach mal liegen lassen.

Das mit der Keyboardschule von A.Benthien habe ich hier schon gelesen, aber bisher kann ich nicht meckern da ich ja die Akkorde auf Tochters Akkordblatt sehe. Wenn ich mal eine Frage habe, freut sich meine Tochter, dass sie Mama auch mal was erklären kann.

Ungeduldig bin ich eigentlich nicht, ich habe da mehr den Hang zu "Das kann nicht sein, dass ich das nicht hinbekomme" (auch dem F-Akkord werde ich mit Sicherheit irgendwann zeigen wer der Boss ist*g).

Mein größter Feind ist der Zeitmangel. Im Augenblick schaue ich, dass ich mir spätestens jeden dritten Tag mindestens eine Stunde Zeit "nehme". Wenn beide Kids unterwegs sind, wird es dann auch mal ein ganzer Nachmittag! Meine nächste Anschaffung wird ein Kopfhörer sein, da ich Abends mehr Zeit habe.

Den kostenlosen Schnupperkurs werde ich gleich nutzen, nur das mit dem Online und Offline Kurs habe ich noch nicht verstanden. Wird da das Keyboard ans Notebook gesteckt? Was sind Midi Files?? Hilfe ich werde alt.

Wir haben übrigends ein Yamaha PSR 740 gebraucht gekauft.

LG

Martina