Linke Hand Griffschema 
von Torsten D. - Sonntag, 7 Februar 2010, 19:39
Hallo,
bin relativ neu beim Anfängerkurs.
Mir fällt auch mit viel Üben extrem schwer, mit den vorgeschlagenen Fingern z.B. den Akkord D-Dur zu greifen.
Also entweder, ich muß mit dem Mittelfinger zwischen 2 schwarze Tasten greifen oder aber ich benutze den Zeigefinger für das A und den Mittelfinger für fis. Funktioniert zumindest im Wechsel mit G-Dur eigentlich ganz gut.
Wäre das, wenn es funktioniert, legitim oder ist es unbedingt erforderlich, sich an das vorgegebene Schema zu halten (G-Dur wird ja auch nicht immer gleich gegriffen) um z.B. später im Wechsel mit anderen Akkorden keine neuen Probleme kreieren ?

Danke und Gruß
TorstenD
Re: Linke Hand Griffschema 
von Bernd G S. - Sonntag, 7 Februar 2010, 20:08
Hallo Torsten,

du bist nicht der erste mit diesem Problem. Im Grundkurs Onlinehilfe unter Lektion 05 findest du den Beitrag "D-dur Akkord üben". Dort wird das Thema behandelt. Sollten sich weitere Fragen dazu ergeben, bitte im Hilfekurs stellen.

Musikalische Grüße

Bernd
Re: Linke Hand Griffschema 
von Frank H. - Montag, 8 Februar 2010, 21:42
Hallo Thorsten, ich weiß leider nicht mehr, was in der Onlinehilfe zu Lektion 5 steht - aber ich kam auch nicht klar und habe mit 4-2 -1 A-D-fis gegriffen. Dabei schiebe ich 4 (Ringfinger) und 2 (Zeigefinger) etwa bis ins obere Drittel zwischen die schwarzen Tasten. Wenn Du Dich allerdings nicht an Bernds Schema hältst, das ja von Stück zu Stück aufeinander aufbaut, kann es Dir spät passieren, dass Du auch andere Akkorde in einer anderen Lage greifen musst, als vorgesehen. Dieses Risiko würde ich (noch) nicht eingehen. Ich habe den Grundkurs jetzt nach etwa 15 Monaten abgeschlossen - allerdings auch viel geübt - erstaunlicherweise bereitet mir das Greifen von Akkorden kaum noch Schwierigkeiten; ich denke eigentlich gar nicht mehr darüber nach und muss nur Akkordwechsel, die noch nicht oder schon länger nicht mehr vorgekommen sind, kurz einüben. Selbst neue Akkorde sitzen verhältnismäßig schnell. Dafür "quäle" ich mich jetzt mit der "Zweistimmigkeit" in der rechten Hand herum und habe das Gefühl, als sei meine linke Hand gelähmt, wenn sie plötzlich nicht mehr nur Akkorde sondern auch im Melodiebereich spielen soll.
M. f G. Frank
Re: Linke Hand Griffschema 
von Torsten D. - Mittwoch, 10 Februar 2010, 19:39
Danke für die Tipps!
Ich denke, bei der Diskussion in der Onlinehilfe wird es klar.
Ich kenne das von der Gitarre: Am Anfang meint man auch, man bricht sich etwas.

Danke für Eure schnelle Reaktion!

Ich hatte bisher viel Spaß. Hoffentlich läufts bis in einem Jahr dann auch so flüssig. 

Gruß
Torsten
Re: Linke Hand Griffschema 
von Hans R. - Mittwoch, 10 Februar 2010, 23:21
Hallo Frank,

ich habe für mich mal ein Video vorbereitet, das zeigt, dass weder mein Ringfinger noch mein Zeigefinger in das "obere Drittel" zwischen den schwarzen Tasten passen.
Meine Finger nehmen die schwarzen Tasten einfach mit.
( Das klingt dann nicht schön... )
Auch wenn ich, wie Bernd sagt, die Finger quer legen soll.

Gibt es eigentlich, Frage an Bernd, eine Norm für die Tastatur? ( Breite, Länge )

Zur Physiologie, denn das spielt ja hier die Hauptrolle:

Mein Ringfinger ist 10 cm lang, mein kleiner Finger 7 cm. Ich muss also tief in den Zwischenraum der schwarzen Tasten greifen, um mit den kleinen Finger überhaupt an das fis zu kommen. Und das funktioniert nicht, jedenfalls nicht bei mir.

Mein Vorschlag für mich:

1 auf D, 2 auf A und 3 auf fis. Das ist vollkommen unverkrampft. Ich habe das eine halbe Stunde probiert, von den bis jetzt gelerneten Akkorden nach D zu wechseln und zurück. Keine Probleme, ausser die, die man beim Lernen nun mal hat.

Ich meine deshalb, das Bernd bei schwierigen Akkorden Alternativen aufzeigen sollte.

Nicht alle Menschen sind gleich.

Gruss Hans

PS.: Übrigens Frank, wie lange hast Du jeden Tag geübt für den Grundkurs?


Re: Linke Hand Griffschema 
von Hans R. - Donnerstag, 11 Februar 2010, 11:02
Hallo,

Kommando zurück.

Ich habe hier eine Keyboardschule von Uwe Bye.
Dort wird das a mit dem Ringfinger gespielt. Ich hab`s
probiert – geht um Klassen besser!

Gruss Hans
Re: Linke Hand Griffschema 
von Bernd G S. - Freitag, 12 Februar 2010, 09:29
Hallo Hans,

es gibt die DIN Norm 8996, welche die Tastenbreite von Pianos festlegt. Für Keyboards gilt die aber nicht explizit. Ich habe einmal nachgemessen und festgestellt, dass es immer so ungefähr (bis etwa 3 mm Abweichung pro Oktave) hinkommt.

Bernd
Re: Linke Hand Griffschema 
von Frank H. - Freitag, 12 Februar 2010, 19:01
Hallo Hans,
auf das Video bin ich gespannt!
Ich habe nicht jeden - aber fast jeden Tag geübt.
Ich schätze, dass ich durchschnittlich täglich mindestens eine Stunde lang geübt habe. Wenn abends etwas im Fernseher lief, was nur mein holdes Weib interessierte, waren es auch oftmals zwei bis drei Stunden. Früher habe ich auch schon mal einige Stunden mit PC-Spielen verbracht - das erachte ich mittlerweile als verlorene Zeit, die ich lieber in die Musik investiere - eigentlich ist es sogar der gleiche Ablauf: man schafft irgend etwas nicht, wiederholt es solange, bis plötzlich der Knoten platzt und die Schwierigkeit gemeistert ist. Im Unterschied zum PC-Spiel, in dem du lediglich ein Level weiter kommst, hast du dir an deinem Keyboard aber etwas erarbeitet, woran du noch lange Freude hast. Vor über 10 Jahren habe ich schon mal aufgegeben, als es mir hinterher zu schwierig erschien. Diesen Fehler möchte ich nicht nochmal machen. Ich bin 45 Jahre alt und möchte auf den im Freundes- und Bekanntenkreis absehbaren Feiern zu den 50sten Geburtstagen Keyboard spielen können. Dafür übe ich (bis die Fingerkuppen bluten und die Handgelenke schmerzen winken.
M. f. G. Frank
Re: Linke Hand Griffschema 
von Gudrun S. - Samstag, 13 Februar 2010, 12:43
Ja? also ich kann nicht spielen, wenn der Fernseher läuft und so? Brauche da meine Ruhe um zu üben und mich zu konzentrieren.
Re: Linke Hand Griffschema 
von Hans R. - Samstag, 13 Februar 2010, 13:59
>Hallo Hans,
auf das Video bin ich gespannt!<

Hallo Frank, das Video hat Bernd innerhalb dieser Möglichkeit der dreimaligen Begutachtung per Video.
Und was die Motivation angeht – richtig. Wenn ich nächstes Weihnachten ein Weihnachtslied halbwegs anständig zuwege bringe – oder zwei, drei... – dann reicht mir das. Das heisst natürlich nicht, dass ich jetzt Weihnachtslieder übe.

Übrigens habe ich festgestellt, dass es unglaublich viele Welthits gibt, die wirklich einfach sind. ( Red River Rock, Jambalaja ) Die sind zwischendurch dran. Der Kurs dauert vielleicht etwas länger, aber der Spassfaktor ist grösser!

Schönes Wochenende!

Hans