Re: Akkorde! 
von Achim D. - Donnerstag, 6 November 2008, 15:02

Hallo Bernd,

hast du hier nicht irgendwo mal geschrieben, dass man die Akkorde wie bei einem Klavier spielen müsste, wenn man die Begleitautomatik abschaltet und dass die Klavierakkorde anders gegriffen werden als die Keyboardakkorde (so habe ich es zumindest noch in Erinnerung)? Lasse ich die Automatik eingeschaltet, "auf Stop", klingt das bei meinem genialen Yamaha-Teil eh nicht so toll (leise und hat mit der Automatik eigentlich keine Ähnlichkeit).

Im Moment beschäftige ich mich hiermit:  http://www.klemm-music.de/emedia/pianokeyboard.htm 

Bin dort im 4. Kapitel. Akkorde kommen im 6. oder 7. Kapitel, wenn ich mich nicht täusche.

Ich habe den Spass an der Begleitautomatik nicht verloren - spiele zwischendurch immer noch gerne mit ihr. Jedoch bin ich mittlerweile an einem Punkt angekommen, wo ich der Meinung bin, dass mich die Automatik nicht weiterbringt und ich mich mit dem "Beidhändigenspiel" auseinandersetzen sollte.

Re: Akkorde! 
von Bernd G S. - Donnerstag, 6 November 2008, 16:34
Hallo Achim!

Ich glaube da verwechselst du etwas. Ich wüsste nicht, dass ich dies geschrieben hätte. Und wenn doch, dann ganz bestimmt in einem ganz anderen Zusammenhang.

Ich finde es gut, dass du dich versuchst weiter zu entwickeln. Dennoch geht das beidhändige Spiel doch eher in die Klavierschiene, was ja nicht Thema dieser Seite ist.

Gerade bei den ganz modernen Keyboards habe auch ich die Erfahrung gemacht, dass sich nur manche Styles (liegt an der Instrumentierung eines Styles) eignen benutzt zu werden, wenn der Rhythmus auf "Stop" bleibt. Entweder man behilft sich dann mit der Split-Funktion des Keyboards, und belegt den unteren Bereich der Tastatur dann z.B. mit einem Streicherklang, oder man hat so ein professionelles Keyboard, dass man sogar die Sounds des Styles eigenständig instrumentieren kann.
Re: Akkorde! 
von Achim D. - Donnerstag, 6 November 2008, 17:33

hmm... dann scheine ich das zu verwechseln... es ging dabei um die Akkordumkehrungen, glaube ich. Ok, war ein anderer Zusammenhang.

Die Software, die ich angegeben habe, ist KEINE Keyboardschule, sondern eine reine Klavierschule. Klavierspielen ist nicht das Thema dieser Seite. Das weiss ich. Du hast oft genung darauf hingewiesen.

Sämtliche Keyboardliteratur, die ich besitze, greift aber früher oder später das beidhändige Spiel auf. Z.B Benthien Band 4: Damit habe ich vor ca. 1/2 Jahr angefangen und bin an Champs Elysée kläglich gescheitert. Und ich hätte das so gerne gespielt, insbesondere, wo ich mir jetzt ein Midi-File gebastelt habe (habe endlich eine brauchbare Notationssoftware gefunden mit der man Noten einscannen kann, die vernünftige Ergebnisse produziert, leider ohne Akkordbuchstabenerkennung/-umsetzung) und zum ersten Mal hören konnte, wie es richtig gespielt klingen soll.

Ich habe mir kürzlich das Notenbuch 100 Rock- und Popsongs gekauft. Teilweise sind dort Akkorde z.B. C/G über den Noten zu finden. Auf der Gitarre ist das kein Probem: c im 1. Bund auf der h-Saite, c im 3. Bund auf der A-Saite und das g im 3. Bund auf der dicken E-Saite greifen - fertig. Aber wie soll ich das auf dem Keyboard spielen? Auf meinem Keyboard könnte ich das, müsste den C-Akkord greifen und dann zusätzlich, aber als ersten Ton!!, das G drücken. Das ist mir zu kompliziert. Denke, da wird es eine einfachere Lösung geben... Dafür müsste ich bestimmt die Automatik ausschalten... tja, und dann? Dann geht es doch wieder in Richtung Klavierspielen, oder?

Re: Akkorde! 
von Bernd G S. - Donnerstag, 6 November 2008, 18:20
Akkordbezeichnungen wie C/G bedeuten nichts anderes als, dass ein C-Dur Akkord gespielt wird, dazu aber kein C-Bass, sondern ein G-Bass. Auf manchen Keyboards ist dies überhaupt nicht möglich. Andere dagegen haben eine Funktion, dass automatisch der erste Ton eines Akkordes als Bass gespielt wird. Am Beispiel C-Dur heißt das:

wird C-Dur c,e,g, gespielt, spielt die Automatik C-Bass zum C-Dur Akkord.

C-Dur e,g,c (1.Umkehrung) ergibt dann C-Dur mit E-Bass

C-Dur g,c,e (2. Umkehrung) ergibt C-Dur mit G-Bass.

Ob dein Keyboard das kann weiß ich nicht. Habe vergessen, welches der Yamahas deines ist.

Wieder andere Keyboards können einen abweichenden Basston nur, wenn man die Akkorderkennung über die gesamte Tastatur legt (das Casio z.B.) dann wird das schon etwas schwieriger, weil dann das was mit der rechten Hand gespielt wird auch zum Akkord gezählt wird. Um damit zurecht zu kommen muss man schon ziemlich gut spielen können.

Gruß Bernd
Re: Akkorde! 
von Achim D. - Donnerstag, 6 November 2008, 18:48

Achso, vielleicht habe ich das in der Bedienungsanleitung falsch verstanden. Ich dachte, ich müsste immer 4 Tasten (Grundakkord + Bass) drücken. Ich habe das PSR-1500. Dann wäre es ja relativ einfach. Müsste natürlich entsprechend umdenken. Insbesondere wäre es nicht mehr egal, in welcher Umkehrung ich einen "normalen" Akkord spiele. Die Bequemlichkeit (minimale Greiftätigkeit von Akkord zu Akkord) darf dann nicht mehr zählen, oder?

Re: Akkorde! 
von Bernd G S. - Donnerstag, 6 November 2008, 18:56
Absolut richtig. Bei dieser Einstellung (Fingered to Bass oder so ähnlich) geht es nur um den Basston. Es ist also etwas komplizierter als normal Fingered.