Re: Diskutiere mit uns über Themen rund ums Keyboard spielen 
von Reinhard K. - Samstag, 1 September 2007, 17:10

Hallo Keyboardfreunde,

gern möchte ich mich an der begonnen Diskussion beteiligen.

Ich habe  im November 2006 mit Bernd’s Grundkurs begonnen und bearbeite jetzt „Harmonie- und Akkordlehre Teil 1“. Auch ich habe etwas spät mit dem Lernen eines Instruments begonnen. (55 Jahre) Aber ich bin froh, dass ich es versucht habe. Mir macht das Spielen unglaublich viel Spaß.
Nach einem Bontempi von Aldi und einem PSR S500 spiele ich jetzt auf einem PSR 1500.
Da man Bernd’s Übungsstücke niemandem vorspielen kann (bitte nicht so wörtlich nehmen-Bernd, das ist kein Vorwurf), versuche ich immer auch Stücke aus anderen Notenblättern zu spielen. (Schlager der 70-ziger, 100 Hits in C-Dur usw.)
Beim Lernen wende ich eine Methode an, die ich einem Buch übers Klavierspielen entnommen habe. Besonders die Argumente für das Auswendiglernen erschienen mir so plausibel, dass ich es ausprobieren musste. Und es funktionierte. Dabei lerne ich zuerst einen neuen Titel auswendig, bevor ich ihn richtig spielen kann. Erst dann wird geübt, bis die rechte und linke Hand sitzt. Außerdem ist es unheimlich motivierend, ein Stück ohne Notenblatt spielen zu können. Es ist aber wichtig, neue Stücke auf diese Art zu lernen. Titel, die man vom Blatt bereits spielen kann erfordern mehr Aufwand zum Auswendiglernen.

 
Um die Titel noch besser klingen zu lassen, lade ich mir auch die entsprechenden Styles vom Yamaha-Shop.

Schwierigkeiten habe ich z.B. einen Titel zu lernen, dessen Melodie ich nicht kenne. Die Melodie allein aus den Noten zu erfassen schaffe ich noch nicht. Deshalb besorge ich mir dann meist das entsprechende Midi-File dazu.

 

So, das soll’s erst mal gewesen sein. Ich würde mich freuen, wenn dies wirklich ein Diskussionsforum wird.

 

Gruß an alle Keyboarder

 

Reinhard

Re: Diskutiere mit uns über Themen rund ums Keyboard spielen 
von Heinz K. - Samstag, 1 September 2007, 18:14
Hallo Reinhard,

na endlich noch einer der sich traut an diesen Diskussionsforum sich zu beteiligen

Wenn ich deinen Text so lese könnte der von mir seinbreites Grinsen
Wenn ich zum beispiel  einen Titel nicht kenne, schreibe ich mir die Noten in Notpad rein  und lass es mir dann vorspielen  so schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe,, die Notenkenntnisse  werden dadurch immer besser,,
Auch ich spiele am liebsten mit den Originalen Styles  allerdings hat Yamaha nicht so eine große Auswahl,  und sind recht teuer  daher gehe ich meine Styles bei D-O-O kaufen,,  als registrierter Kunde hast du den Style innerhalb von 10 Sek per download auf deinen Rechner  und bekommst Prozente ab eine gewisse anzahl von Styles

Bis auf bald Heinz

www.kasseckert-heinz.de
Re: Diskutiere mit uns über Themen rund ums Keyboard spielen 
von Achim D. - Sonntag, 2 September 2007, 15:09

"Die Melodie allein aus den Noten zu erfassen schaffe ich noch nicht."

Hallo Reinhard,

wenn ich die Melodie eines Liedes nicht kenne, spiele ich ganz stur Takt für Takt nach Metronom (jeden Takt einzeln bis ich ihn spielen kann) im langsamen Tempo (80 bpm oder je nachdem noch langsamer). Bis jetzt bin ich mit der Methode sehr gut zurecht gekommen. Das mache ich auch bei schweren Passagen, wo ich beim Spielen Probleme habe.

"Dabei lerne ich zuerst einen neuen Titel auswendig, bevor ich ihn richtig spielen kann. Erst dann wird geübt, bis die rechte und linke Hand sitzt."

Das musst du näher erläutern. Wie genau lernst du das auswendig ohne vorher zu spielen?

Auswendig zu spielen wäre toll. Irgendwie gelingt mir das nicht, weil ich mir die Akkorde einfach nicht behalten kann. Hat nichts damit zu tun, dass ich nicht weiss, wie die Akkorde gegriffen werden. Nein, ich bin anscheinend nicht in der Lage mir ein paar Buchstaben zu merken. breites Grinsen

Wie ich hier schon geschrieben habe, spiele ich jetzt seit über 2 Jahren Keyboard. Und seit ca. 1 1/2 Jahren Gitarre. Bei der Gitarre habe ich die Probleme nicht. Dafür brauche ich dort aber Ewigkeiten, bis ich ein Stück komplett spielen kann. Von daher prägt sich das wahrscheinlich bei der Gitarre besser ein. Beim Keyboard hat man ein Lied relativ schnell erfasst und leider auch wieder genauso schnell vergessen.

Wie sieht es bei euch aus? Spielt ihr auch noch andere Instrumente?

Gruss Achim

Re: Diskutiere mit uns über Themen rund ums Keyboard spielen 
von Gudrun S. - Freitag, 15 August 2008, 09:03

Das gleiche Problem habe ich auch. Wenn ich was kenne geht es mir nach ein paar mal üben leicht von der Hand.cool Aber bei diesem hier:

*** Link wegen möglicher Urheberrechtsverletzung vom Administrator entfernt ***

weiß ich nicht wie es sich anhören soll.

"Rock my soul" gibt es in verschiedenen Variationen auch diese:

 *** Link wegen möglicher Urheberrechtsverletzung vom Administrator entfernt ***

(Bearbeitet von Bernd G Schleicher -Originalbeitrag Freitag, 15 August 2008, 01:05)

Re: Diskutiere mit uns über Themen rund ums Keyboard spielen 
von Bernd G S. - Sonntag, 2 September 2007, 18:20
Hallo Reinhard, hallo die anderen!

Ich möchte ein paar Dinge zum Auswendigspielen schreiben.

Es ist toll wenn man es kann. Auch ich gehöre zu denen, die fast das gesamte Repertoire auswendig spielen können. Und ich bin froh darüber - schon weil das lästige Noten umblättern entfällt.

Ich würde aber nicht soweit gehen Keyboardschülern zu empfehlen Lieder auswendig zu lernen.

Erstens ist auswendig lernen eine Begabungssache. Jeder erinnert sich sicher zurück an die Schulzeit, wenn es darum ging Gedichte auswendig zu lernen. Die einen lesen ein Gedicht zwei drei Mal durch, und vergessen es ihr Leben lang nicht mehr, die anderen haben am Ende schon wieder vergessen wie der Anfang geht.

Zweitens kann man Noten lesen nur üben, wenn man es auch betreibt. Deshalb halte ich es für einen Keyboardschüler für besonders wichtig, dass er vom Blatt spielt. Sonst passiert genau dies, dass man nicht in der Lage ist, ein Stück nur vom Notenblatt zu lernen, ohne es zu kennen.

Hinzu kommt, dass es einfach Lieder gibt, die so aufwendig sind, dass es für die meisten nahezu unmöglich ist sie auswendig zu spielen. Man bedenke z.B. dass es oft vorkommt, dass zu einem Akkord nicht der dazugehörige Grundbass, sondern ein anderer gehört. Also z.B. Dm-Akkord mit C Bass (Dm/C). Habt ihr vielleicht schon einmal gesehen. Dies wird Lernstoff der "Harmonie- und Akkordlehre Teil II" sein. Auf jedenfall ist in so einem Stück dann soviel zu merken, dass zumindest ich mich dann mit Notenvorlage doch sicherer fühle.

Dies gilt es zu bedenken. Beides können ist ganz bestimmt die bessere Alternative winken

Grüße

Bernd
Re: Diskutiere mit uns über Themen rund ums Keyboard spielen 
von Reinhard K. - Sonntag, 2 September 2007, 22:30

Hallo Bernd, hallo Keyboardfreunde!
Schön, dass ich mit dem Auswendiglernen das Interesse wecken konnte. Daher möchte ich darauf noch einmal eingehen. Wie schon einmal gesagt, fand ich den Anstoß in einem Buch über das Klavierspielen (Punkt 6 Auswendiglernen).
Da dies im Internet zu finden ist, hier der Link für Interessierte:
 http://foppde.uteedgar-lins.de/foppdekomplett.html

Natürlich bleibt es jeden selbst überlassen, die für sich geeignete Methode einzusetzen um etwas zu lernen. Die Argumente, die in diesem Buch für das Auswendiglernen angeführt werden, sind für mich so überzeugend und einleuchtend, dass ich es ausprobieren musste. Dabei war ich auch unsicher, ob ich das überhaupt kann. Doch zu meiner Überraschung ging dies besser als ich es für möglich gehalten hatte. Dabei gehe ich taktweise vor, präge mir die Noten ein und spiele sie aus dem Kopf bis ich es kann. Ihr solltet einmal überlegen, ob ihr nicht schon jetzt automatisch (ohne besonder darauf geachtet zu haben) schwierige Passagen aus dem Kopf spielt. Ja einfach deshalb, weil eine Stelle zu viel Aufmerksamkeit erfordert um noch auf die Noten zu schauen. Man kann eine schwierige Passage in der gleichen Zeit viel öfter üben wenn man sie aus dem Gedächtnis spielt.
Wenn ich auf diese Weise einen Titel komplett auswendig gelernt habe, wird er aus dem Gedächtnis geübt, bis er fließend sitzt. 
Natürlich sind Bernd's Einwände nicht von der Hand zu weisen. Deshalb muss dies auch jeder für sich selbst entscheiden. Aber ich kann nur noch einmal sagen, für mich ist es unglaublich motivierend Stücke ohne Noten spielen zu können. Den Spaß am Spielen zu erhalten, das ist für mich wichtig.

Also, fleißig üben!
Reinhard  

Re: Diskutiere mit uns über Themen rund ums Keyboard spielen 
von Kyouri S. - Sonntag, 22 Juni 2008, 21:02
Die Akkorde werde ich mir auswendig wahrscheinlich nie merken können, was meine rechte Hand hingegen angeht spiele ich da so eine Art Mischmasch aus Ablesen und Auswendig.... Ich kann, wenn ich einen Ton höre, höchstens ansatzweise vielleicht auf die richtige Oktave treffen, aber nicht den Ton selbst. Ich höre, ob ein Ton 1-2 Töne vom Vorton entfernt ist oder weiter, aber weiß nie genau, wo der Ton nun sitzt, daher brauche ich noch die Noten als Unterstützung, sonst würde ich absolut nicht wissen wo welcher Ton zu finden ist xD
Ansonsten gehöre ich wohl eher zu denen, die sich Sachen einprägen können, wenn sie es wollen. [Rekord: Ein Gedicht a 6 Strophen mit je 8 Zeilen durch einmal aufschreiben (in Süterling^^) auswendig lernen :P ]
Dazu kann man sich selbst, wie ich finde, nicht zwingen, aber vielleicht kann man mit ein bisschen Übung auch nach Gefühl statt Gedächtnis spielen...?