Re: optimales Keyboard für den Einstieg 
von Dirk K. - Mittwoch, 11 Juli 2007, 11:28

Erstmal vielen Dank für die beiden Antworten.Ich würde gern mal dich Bernd um Deine Meinung bitten.Ich habe mal im Internet rechechiert ,welcher Händler in meiner Nähe ein gutes Keyboardangebot hat.Da bin ich auf Yamaha Psr E313.PSRE403,Psr450,sowie Psr S500 gestoßen.Könntest du mir vielleicht mal dazu ein Paar Tipps geben,bevor ich zum Händler gehe.Das Keyboard sollte gut Klingen ,gute Bedienbarkeit haben und auch mit dem Computer zusammenarbeiten können.Kann ich eigentlich beim Keyboard Lieder die ich auf Notenblatt habe einspeichern,oder muß ich den Umweg über den computer gehen.Wenn ich zwischen Computer und Keyboard daten austauschen will,brauche ich ein Midiinterface und wie wird es installiert?Reicht eigentlich das preiswerte PSR E313 und hat man später noch die Möglichkeit über den Computer klangliche Erweiterungen vorzunehmen.?

Das sind jetzt viele Fragen,aber Bernd vieleicht kannst du mir wenigsten einen Teil davon beantworten?

Liebe Grüße

Dackel

Re: optimales Keyboard für den Einstieg 
von Bernd G S. - Mittwoch, 11 Juli 2007, 14:55
Tatsächlich eine Fülle von Fragen Dirk,

die ein oder andere Frage wurden in den Foren schon einmal behandelt. Über die Suchfunktion solltest du fündig werden. Trotzdem werde ich versuchen die Fragen so gut es geht abzuarbeiten.

Grundsätzliche Tipps zum Keyboardkauf gebe ich in meinem Beitrag Kaufberatung Anfängerkeyboard. Diese Tipps sind nach wie vor gültig. Was die von dir genannten Keyboards im einzelnen angeht, so lassen die sich nicht so einfach vergleichen. Das PSR-E313 mit einem PSR-S500 zu vergleichen, wäre etwa das selbe wie dies zwischen einem VW Polo und einem VW Passat zu tun. Es sind zwei unterschiedliche Klassen. Deshalb sollte man erst gar nicht beginnen beides vergleichen zu wollen. Ich würde dir empfehlen, einen Budgetrahmen abzustecken, und innerhalb dieses Rahmens Geräte verschiedener Hersteller zu vergleichen. Alles andere führt meiner Ansicht nach ins Unendliche. Es wird sich immer etwas finden was noch besser ist.

Geh einfach zum Händler deiner Wahl und hör dir die in Frage kommenden Geräte erst einmal an. Ich würde dir empfehlen, mit dem festen Entschluss dort hinzugehen, nicht am selben Tag auch zu kaufen. So kann dir der Händler nur schwer etwas aufschwatzen, und wenn man die Eindrücke erst eine Weile auf sich wirken lassen hat, entscheidet es sich auch wesentlich vernünftiger.

Was den Sound angeht, ist das im Wesentlichen doch Geschmackssache. Ich finde jedoch, dass heutzutage auch schon günstige Keyboards akzeptabel klingen. Das mit der Bedienbarkeit ist auch so ne Sache. Ich bin musikalisch in einer Zeit groß geworden, wo es für nahezu jede Funktion einen eigenen Schalter oder Schieber gab. Ich fand das Klasse, weil man so auch während des Spielens super die Einstellungen ändern konnte. Deshalb tu ich mir persönlich auch schwer mit den Multifunktionsschaltern, -reglern und -rädern wie sie heute üblich sind. Es kann aber sein, dass jemand der bereits mit diesen Dingen groß wird, überhaupt keine Probleme damit hat. Und wie auch immer - die Zeiten der tausend Schalter ist sowieso vorbei, da nützt auch mein Jammern und Klagen nichts. Grundsätzlich gilt aber: wenn man wirklich eine einfache Bedienbarkeit will, muss man schon tiefer in die Tasche greifen. Solche Geräte sind meist für den Bühnenmusiker ausgelegt und dementsprechend teuer.

Mit einem Computer kommunizieren können eigentlich die meisten Keyboards. Sei es über Midianschlüsse oder USB. Was man konkret damit machen kann hängt dann aber weniger vom Keyboard, als von der auf dem Computer installierten Software ab. Den Computer als Soundmaschine zu nutzen ist zwar theoretisch wunderbar möglich (es gibt ganz tolle Soundsoftware), praktisch gestaltet es sich aber, zumindest im Livebetrieb, äußerst schwierig. Grund dafür ist die so genannte Latenz (die Zeit die vergeht vom Tastendruck bis zur Ausgabe des hörbaren Tones). Durch die Latenz erklingt ein im Computer erzeugter Ton immer etwas zeitverzögert. Live ist ein solches Delay (Verzögerung) einfach nicht zu gebrauchen. Um studiomäßig im Computer Aufnahmen zu machen dagegen, spielt die Latenz keine Rolle.

Deine Frage nach dem Notenblatt, welches im Keyboard gespeichert werden soll verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz. Wie soll das gehen? Es gibt Software für den Computer mit der man Noten einscannen kann, die gedruckten Noten werden so erkannt und in ein Midisignal umwandelt. Dieses Midisignal kann dann bearbeitet werden, und könnte als Mididatei sehr wohl an ein Keyboard geschickt werden. Andere technische Möglichkeiten sind mir zumindest nicht bekannt.

Ein Midiinterface am Computer anzuschliessen ist kinderleicht. Einstecken (falls extern), oder Karte rein (falls intern), Treiber installieren und los geht´s.

Ich stehe gerne für weitere Fragen zur Verfügung.

Gruß Bernd

Re: optimales Keyboard für den Einstieg 
von Achim D. - Mittwoch, 11 Juli 2007, 16:21

Zitat: "Deine Frage nach dem Notenblatt, welches im Keyboard gespeichert werden soll verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz. Wie soll das gehen?..."

Hallo Bernd,

er möchte mit Sicherheit die Noten Schritt für Schritt (step-by-step: Notenlänge, Notenwert etc.) einzeln in das Keyboard eingeben (keine Echtzeitprogrammierung). Ich denke, dass sollte eigentlich jedes Keyboard können.

Das macht schon Sinn, wenn man Noten zu einem Lied hat, aber die Melodie nicht kennt und noch nicht in der Lage ist, die Noten spielerisch über die Tastatur umzusetzen.

Re: optimales Keyboard für den Einstieg 
von Dirk K. - Mittwoch, 11 Juli 2007, 17:18

Erstmal vielen Dank für die umfangreichen Antworten.Genau so meinte ich das,wie der Achim das beschreibt.Ich singe z.b.im Chor im Tenor zwei und habe Probleme immer richtig nach Noten zu singen.Kann ich bei einem Keyboard Schritt für Schritt die Noten eingeben,diese abspeichern und mir dann vom Keyboard abspielen lassen,damit ich dazu singen kann.Ist es auch möglich mehrstimmige Lieder einzugeben oder kann man nur einstimmig eingeben(z.b. wie bei "Alle meine Entchen").

Liebe Grüße

Dackel

Re: optimales Keyboard für den Einstieg 
von Heinz K. - Mittwoch, 11 Juli 2007, 18:00

Hallo Dirk, hallo Achim,

selbst ich verstehe noch nicht genau wie das gehen soll, kann mir aber denken worauf man hier hinaus möchte.

Es gibt kein Keyboard wo mann Noten Einscannen kann selbst die Tyros macht sowas nicht.

Wie ist das gemeint die Noten ins Keyboard zu schreiben ??

Es gibt bei den Keyboards eine Songtaste, je nach Ausstattung kann man sich selber darüber aufnehmen. Die Noten werden dann wie auf den Notenblatt Notiert, über die Tasten eingegeben so als wenn man das Lied spielt.

Eine andere Möglichkeit ist, die Noten mit Notpad oder einer anderen Notationssoftware reinzuschreiben, das Programm spielt dann das Eingegebene ab, es gibt aber auch von Coda  eine Software wo man das Notenblatt einscannen kann und der wandelt das dann um und spielt es vor aber dies alles auf dem Rechner nicht über das Keyboard.

Eine weitere möglichkeit ist, das Stück oder Lied als Midifile zu kaufen auf dem file ist der Text und die Noten nochmals vorhanden

dazu ist D-O-O sehr gut bei der anmeldung steht es sofort zur verfügung zum Download siehe meine Homepage.

 

Klimmperiche Grüße an alle

Re: optimales Keyboard für den Einstieg 
von Bernd G S. - Mittwoch, 11 Juli 2007, 18:36
Eine Noten-Scan-Software gibt es auch als Shareware von Myriad Music

http://myriad-online.com/en/products/omer.htm

Ob es was taugt kann ich nicht sagen, habe es noch nicht ausprobiert. Da ich aber auf die Myriad-Programme schwöre, denke ich, dass die keinen Mist anbieten würden.

Bernd
Re: optimales Keyboard für den Einstieg 
von Bernd G S. - Mittwoch, 11 Juli 2007, 18:18
Ahh, da stand ich wohl etwas auf dem Schlauch. Insofern hat dir Achim ja tatsächlich schon die Antwort gegeben. Jedes Keyboard mit einem sogenannten Sequenzer" an Bord kann das. Und ich denke auch mehrstimmig.

Ich frage mich aber, ob es nicht wirklich einfacher wäre die Noten in ein Notationsprogramm abzuschreiben. Mir persönlich fiele das sicherlich leichter als Ton für Ton einzuprogrammieren.

Grüße Bernd
Re: optimales Keyboard für den Einstieg 
von Dirk K. - Mittwoch, 11 Juli 2007, 19:33
Vielen Dank für eure Antworten,ichwerde es mal mit einem Notationsprogramm versuchen.
Re: optimales Keyboard für den Einstieg 
von Dirk K. - Freitag, 13 Juli 2007, 18:28

Ich hätte noch mal eine Frage.Ich würde ganz gerne auch klassische Klavierstücke spielen,wie z.b. Für Elise oder Balade for Adeline.Ich glaube aber,das ich für Klavierlernen nicht begabt genug bin.Ich schätze ein das ich mittelmäßig begabt bin und eine große Beharrlichkeit und Geduld habe.Auf der Gitarre kann ich z.b" Für Elise" oder "Freude schöner Götterfunken" spielen.Könnte ich nun mit den hier angebotenen Kursen lernen Klassische Klaviestücke auf dem Keyboard zu spielen?Klingt das dan auf dem Keyboard annähernd nach Klaviersound?Ich bin bei meiner Suche nach einen Keyboard mit guten Klaviersound auf das Casio WK 110 gestoßen.Könnt ihr mir auch dieses Keyboard empfehlen,oder welches Keyboard könnte ich auch noch in die engere Wahl ziehen,wenn ich einen guten Klaviersound haben möchte?

Liebe Grüße

Dackel

Re: optimales Keyboard für den Einstieg 
von Bernd G S. - Freitag, 13 Juli 2007, 19:37
Hallo Dirk,

es kommen sogar eine ganze Reihe von klassischen Liedern in meinem Grundkurs vor. Eine komplette Liste aller Lieder im Grundkurs findest du auf der Startseite des Demokurses unter der Rubrik "Liste der Lieder im Grundkurs".

Die Klaviersounds sind heutzutage eigentlich bei allen Keyboards recht passabel. Ich muss gestehen, dass ich bis heute nicht einmal wusste, dass es ein Casio WK-110 gibt. Ich habe mir aber die technischen Daten angeschaut, und denke es ist o.k.

Vielleicht kennt es aber ein anderer hier genauer, und schreibt was dazu.

Gruß Bernd
Re: optimales Keyboard für den Einstieg 
von Dirk K. - Freitag, 13 Juli 2007, 20:25
Vielen Dank Bernd für Deine Antwort.Wenn ich mir ein Keyboard besorgt habe,werde ich mal mit dem Demokurs anfangen und dann weitersehen.