Re: Akkorde 
von Heinz K. - Sonntag, 9 September 2007, 05:43
Hallo Reinhard,

klar bin ich noch immer auf der Suche nach einer guten Akkordtabelletraurig,finde aber nicht das was ich suche. Ich habe mir mal den link von Voggenreiter angeschaut scheint nicht schlecht zu sein,, wenn es möglich wäre kannst du mir nicht mal 1 oder 2 seiten per email zusendenanerkennend, um zu sehen ob es das ist was ich brauche,
Es geht mir nicht um die ca 9 Euronen ,  nur ich will nicht noch mehr Leichen hier rumliegen habenärgerlich.

Danke im voraus und viele Grüße Heinz
Re: Akkorde 
von Achim D. - Sonntag, 9 September 2007, 14:15

Hallo zusammen,

ich will jetzt nichts falsches behaupten/schreiben, aber macht so eine Akkordtabelle überhaupt Sinn? Es bringt doch nichts die Akkorde stur auswendig zu lernen. Es würden doch gezielte Übungen dazu gehören, die  in einem Nachschlagewerk mit Sicherheit fehlen. Ich denke da an Bernd's Harmonielehre Kurs, der genau diese Übungen beinhaltet und auch eine Gesamtübersicht über die Akkorde enthält. Zumal man sich mit dem entsprechendem Wissen aus der Musiktheorie die Akkorde auch schnell selbst herleiten kann.

Wie siehst du das Bernd?

Gruß Achim

Re: Akkorde 
von Bernd G S. - Sonntag, 9 September 2007, 17:43
Natürlich Achim,

wenn ich das nicht genau so sähe, hätte ich den Kurs Harmonie- und Akkordlehre nicht geschrieben, sondern eine blose Akkordtabelle veröffentlicht.

Natürlich kann man viele Akkorde auswendig lernen. Aber - wieder einmal das Beispiel Schule - man kann mit auswendig Gelerntem vielleicht die nächste Prüfung überstehen. Hat man aber die Grundlagen und Herleitungen nicht verstanden, steht man bei der übernächsten Aufgabe wieder vor dem Nichts.

Eine halbwegs fundierte Grundlage in Harmonielehre (und die beinhaltet die Akkordlehre) halte ich schon für notwendig. Wie mein Kurs Harmonie- und Akkordlehre zeigt, ist dies beim Keyboard spielen nicht nur für die linke Hand wichtig, sondern auch für die rechte. Eine Melodie ist schließlich auch eine Harmonie. Hat man die Harmonielehre verstanden, und seine Übungen gemacht, legt sich normalerweise die rechte Hand bei einem Stück schon fast automatisch richtig hin.

Außerdem ermöglicht es dieses Wissen einem, auch mal einen fehlenden Akkord selbst zu suchen, oder ein nicht so anspruchsvoll arrangiertes Stück, mit schöneren Akkorden zu versehen.

Gruß

Bernd

Re: Akkorde 
von Reinhard K. - Sonntag, 9 September 2007, 21:40

Hallo Bernd,

leider kann ich dieser Argumentation nicht ganz folgen.


Die Notwendigkeit um das Wissen der theoretischen Zusammenhänge ist natürlich unbestritten. Aber ich denke, dass es ohne Auswendiglernen auch nicht geht.

 

Wie kann man ein Stück, dessen Akkordnoten nicht ausgeschrieben sind fließend spielen, wenn man die Akkorde nicht im Kopf hat. Und in Keyboard-Noten ist kein Akkord ausgeschrieben. Oder sehe ich das falsch?

In einer Akkordtabelle würde ich auch nicht ein Werkzeug zum sturen Auswendiglernen sehen, sondern ein Hilfsmittel zum Nachschlagen.


So kann ich auch nichts schlechtes daran finden, das Griffbild eines Akkordes nachzuschauen.

 

Ich habe mir z.B. schon alle Akkorde des Grundlehrgangs in einer Tabelle zusammengefasst und halte diese immer griffbereit. Zu diesem Zeitpunkt war von Harmonielehre noch keine Rede. Aber auch jetzt würde ich diese Tabelle nicht missen wollen.

 

In deinem Kurs „Harmonielehre Teil 1“ sind 10 Seiten mit Griffbildern der Akkorde. Die hättest du dir sicher erspart, wenn du nicht einen Sinn darin gesehen hättest, sie darzustellen.

 

Aber genau das ( und die Theorie dazu) findet man auch in der Keyboardtabelle, die ich dem Heinz empfohlen hatte.

 

Was also kann an einer Akkord – oder Keyboardtabelle so falsch sein?

 

Herzliche Grüße

Reinhard

Re: Akkorde 
von Bernd G S. - Sonntag, 9 September 2007, 22:18
Hallo Reinhard,

ich hatte nicht behauptet, dass eine Grifftabelle für Akkorde generell nichts bringt. Zumindest war es nicht meine Absicht, dass es so rüber kommt.

Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass ähnlich wie eine Formelsammlung in der Physik nichts bringt, wenn man nicht weiß, was die Formeln eigentlich bedeuten und wie sie hergeleitet werden, eine Akkordtabelle ebenso sinnlos ist (zumindest, wenn sie sich auch mit Umkehrungen beschäftigt).

Ich habe vor zwei drei Wochen einem Schüler hier vor Ort, der Quereinsteiger von einem anderen Keyboardlehrer ist, eine Freude machen wollen, und ihm die Grifftabellen aus Harmonie- und Akkordlehre I mitgebracht. Ich habe ihn damit mehr verwirrt als ihm genützt. Das ist es was ich meine.

In gar keinem Fall wollte ich deine Empfehlung an Heinz kritisieren. Ich kenne das Buch noch nicht einmal. Wenn die Akkorde dort hergeleitet werden, ist dies vollkommen in Ordnung. Mein Beitrag war nur eine Reaktion auf Achim´s Frage, ob eine reine Akkordtabelle Sinn mache. Und das tut sie meiner Ansicht nach eben nicht.

Liebe Grüße

Bernd